Vor Autohaus: 50 Raketen explodiert

Ismaning - 50 Feuerwerkskörper sind auf einen Schlag explodiert, als in Ismaning eine Rakete eine Tüte mit Pyrotechnik getroffen hat.

Die Schaufensterscheibe eines Autohauses ist durch den Druck der Detonation geborsten, drei geparkte Autos wurden beschädigt und ein Kaufmann (62) hat ein Knalltrauma erlitten. Als abschreckendes Beispiel hat die Polizei gestern diesen Fall vom vergangenen Silvester geschildert - um zu einem vorsichtigen Umgang mit Feuerwerk zu mahnen.

Dass damals in Ismaning durch herumfliegende Glassplitter nicht mehr Menschen verletzt worden sind, und zwar schwer, war einfach nur Glück. In der selben Nacht war in Unterföhring eine 73-Jährige durch Glassplitter an der Stirn verletzt worden. Die Halteflasche einer Rakete war beim Start umgefallen. Das Geschoss durchschlug die Fensterscheibe des Nachbarhauses, durch das die 73-Jährige dem Feuerwerk zusehen wollte, und setzte die Vorhänge in Brand. Nur zwei von 64 Schadensfällen, wie es im Polizeibericht nüchtern heißt, die beim Jahreswechsel 2009/10 in Stadt und Landkreis München zu verzeichnen waren.

Damit es diesmal nicht wieder so kommt, mahnt das Polizeipräsidium zu Vorsicht. Zu beachten ist: Nur zugelassenes und mit BAM-Nummer (Bundesanstalt für Materialprüfung) oder CE gekennzeichnetes Material verwenden. Pyrotechnische Gegenstände, die im Ausland gekauft werden, entsprächen oft nicht den Sicherheitsvorschriften und stellten somit ein erhebliches Gefährdungspotenzial dar. Feuerwerkskörper sollten ausschließlich im Freien verwendet und keinesfalls beim Anzünden in der Hand gehalten werden.

Die aufgedruckten Gebrauchsanweisungen sollten genau beachtet und befolgt werden. Blindgänger sollten auf keinen Fall erneut gezündet werden. Feuerwerkskörper sollten nicht blindlings abgeschossen oder geworfen werden. Und: Feuerwerkskörper auf keinen Fall Kindern überlassen. Auch dann nicht, wenn der Erziehungsberechtigte unmittelbar daneben steht. gü

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