Sex-Spiele in den Isarauen: Die Ranger sollen’s richten

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Die CSU will die Isar-Ranger auf das Treiben in den Isarauen ansetzen.

Wolfratshausen - Die Wolfratshauser CSU prangert weiterhin das wilde Treiben in den Isarauen an. Jetzt haben die Politiker eine Idee: Sie wollen die Isarranger auf die Nackten ansetzen.

Dass die Isarauen als Sextreffpunkt missbraucht werden, sorgt bei der CSU weiterhin für Unmut. Ebenso das Verhalten von Landrat Josef Niedermaier, der in dieser Angelegenheit keinen akuten Handlungsbedarf sieht.

Vertreter der Jungen Union (JU) betonten gestern beim Wolfratshauser CSU-Bürgerstammtisch im Gasthaus Löwenbräu noch einmal energisch, die Position des Landrats nicht hinnehmen zu wollen. Eindeutige Rückendeckung bekommen sie dabei von der CSU. Die Mitglieder bekundeten zwar, das Thema „nicht unnötig aufblähen“ zu wollen, betonten aber gleichzeitig auch, dass die Problematik ernst genommen und nach Lösungen gesucht werden müsse.

Manfred Fleischer, Vorsitzender des CSU-Ortsvereins, plädierte dafür, einen Runden Tisch einzuberufen. An dem sollten sich Vertreter der Polizei, des Ordnungsamtes, Geschädigte, der Bürgermeister sowie Naturschutz-Wächter treffen, um das Thema zu besprechen und das Problem gemeinsam zu lösen. „Es ist traurig und armselig, dass man beim Landrat immer erst Druck aufbauen muss, bevor mal was passiert“, hieß es.

Vor allem Fleischer ging mit Niedermeier erneut hart ins Gericht. Dass der Landrat die Pressekonferenz, in der er zum Sextreffpunkt Isarauen Stellung bezog, ausgerechnet in Geretsried einberufen hatte, kritisierte Fleischer heftig. „Dort verläuft für ihn offensichtlich die Landkreisgrenze, er hätte sich lieber nach Wolfratshausen in den Mittelpunkt des Geschehens begeben sollen“, sagte der Vorsitzende des CSU-Ortsvereins.

Dass sich im vergangenen Jahr nur vier Opfer zu einer Anzeige hatten durchringen können, wurde als Gradmesser abgelehnt. „Es ist für eine Frau nicht zumutbar, dass sie hinter einem Voyeur hinterherrennt und ihn fotografiert“, betonte der Wolfratshauser JU-Chef Christian Brunnhuber.“

Dass zudem bei den Swingerclub-Parties weggeschaut werde, die auf dem zweiten Isar-Parkplatz von Wolfratshausen kommend Richtung Ascholding gefeiert werden, sei Fleischer zufolge ebenfalls ein untragbarer Zustand. „Man sollte darüber nachdenken, ob man dort eine Schranke installiert, vielleicht würde das ein bisschen was bringen“, sagte Fleischer. Er möchte außerdem die Ranger verstärkt in die Pflicht nehmen. Deswegen forderte er, sie in ihrer Stellung aufzuwerten, indem sie auf Kosten des Landkreises mit einheitlicher Kleidung sowie technischem Equipment ausgestattet werden. Das befürwortete auch Vize-Bürgermeister Peter Plößl: „Wir wollen keinen Kontrollstaat, aber die Präsenz der Ranger würde sich sicher rumsprechen.“ (njd)

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