Verirrtes Wildtier

Fußgänger werden von rasendem Hirsch überholt - Die Geschichte nimmt ein trauriges Ende

Ein solcher Junghirsch wurde von mehreren Passanten in Erding gesehen.

Vater und Sohn trauten ihren Augen nicht: Sie gingen am Sonntagmittag hinter dem Erdinger Landratsamt die Thomas-Wimmer-Straße entlang und wurden überholt – von einem jungen Hirsch in vollem Galopp. Das diese Geschichte ein trauriges Ende nehmen würde, wussten sie da noch nicht.

Erding – „Etwas mulmig war mir schon“, erzählt der Erdinger. Schließlich musste er auf seinen neunjährigen Buben acht geben, der sich mit ihm auf dem Gehweg befand. In der Straßenmitte, wenige Meter entfernt, preschte das Tier vorbei, drehte an der Riverastraße um, kam zurück und setze an der Spitzwegstraße über einen Gartenzaun. Dann sahen Vater und Sohn den Hirsch nicht mehr. Andere Erdinger dafür schon.

Mehrere Verkehrsteilnehmer hätten ab 12.15 Uhr bei der Polizei angerufen, berichtet der Chef der Erdinger Inspektion, Anton Altmann. Die letzte Meldung aus dem Stadtgebiet war, dass der Hirsch auf der Freisinger Straße an der Kreismusikschule vorbei stadtauswärts laufe. Ein Streifenwagen war auch im Stadtgebiet auf der Pirsch. Der letzte Zeugenhinweis kam laut Altmann gegen 13.30 Uhr. Ein Wildtier kauere am Ortsende Richtung Stammham im Gebüsch.

Daraufhin verständigte die Polizei Jagdpächter Anton Stimmer. Der Eichenrieder fand den Hirsch und es blieb ihm nichts anderes übrig, als ihn von seinem Leiden zu erlösen. „Er war angefahren worden und schwer verletzt“, erzählt Stimmer. Seine Beschreibung des Tiers deckt sich mit der des Vaters: Ein etwa einjähriger Hirsch mit etwa drei Zentimeter langen Geweihspießen. Der Fundort des verletzten Tieres könnte auch zu den anderen Zeugenaussagen passen, meint Stimmer. 

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