Bundespolizei weist Vorwürfe zurück

Olympiasieger beschwert sich über angeblichen Rassismus am Münchner Flughafen

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Leichtathlet von Weltrang: wurde Mo Farah rassistisch diskriminiert?

Der britische Ausnahmeathlet Mo Farah wurde vom Sicherheitspersonal am Münchner Flughafen angefasst. Er fühlt sich rassistisch angegangen. 

Der britische Leichtathlet und mehrfache Olympiasieger Sir Mohamed „Mo“ Farah (34) hat das Sicherheitspersonal vom Münchner Flughafen beschuldigt, ihn rassistisch diskriminiert zu haben.

Der in Somalia geborene Brite wollte seine Reise von München nach Äthiopien antreten, um sich dort auf den Londoner Marathon vorzubereiten, der nächsten Monat stattfinden wird. Vorher musste er durch die Sicherheitskontrolle, wo sich der Zwischenfall ereignet haben soll. 

Vorfall live auf Instagram

Farah filmte das in seinen Augen rassistisch motivierte Verhalten eines Sicherheitsmitarbeiters und streamte das Video live auf Instagram. Darin sieht man wie ein Mann Farah anweist zum Gate zu gehen, dabei mehrmals an der Schulter anfasst und in eine Richtung zu schieben versucht. „Sie können mich nicht einfach anfassen!“, sagt der Athlet, worauf der Sicherheitsmitarbeiter antwortet, er könne es wohl, und dass Farah den Bereich verlassen soll. „Du bist live auf Instagram“, warnt Farah. „Ist mir egal.“, antwortet der Mann.

In einer Stellungnahme, die der Press Association Sport zugespielt wurde, wird ein Sprecher Farahs zitiert: „Heute Nachmittag gab es einen Zwischenfall an einem deutschen Flughafen. Mo hielt den Vorfall für rassistisch motiviert und fühlte sich vom Flughafenpersonal ungerecht behandelt.“

Das sagt die Bundespolizei zu den Vorwürfen

Auf Twitter wies die Bundespolizei in Bayern die schweren Vorwürfe „entschieden zurück“. Dort heißt es, der Weltstar sei erst mit der regulären Fluggastkontrolle nicht einverstanden gewesen, danach habe er sich einer polizeilichen Weisung widersetzt. 

Olympischer Weltstar

Mo Farah ist ein Leichtathlet von Weltrang. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro holt er jeweils zwei Goldmedaillen auf 5.000 und 10.000 Meter Langstrecken. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Londonholte er letztes Jahr Gold auf 10.000 Metern und Silber auf 5.000 Metern. Erst vergangenen November wurde er von der Queen zum Ritter geschlagen.

Mo Farah wird von der Queen geadelt.


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