Rassismus-Skandal bei Zornedinger CSU

CSU: Ärger nach "Neger"-Aussage

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Pfarrer Oliver Ndjimbi-Tshiende wurde vom stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden beleidigt.

Zorneding - Nachdem der stellvertretende CSU-Ortschef in Zorneding, Johann Haindl, den Pfarrer Oliver Ndjimbi-Tshiende als „Neger“ bezeichnet hat, droht ihm jetzt ein Nachspiel.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (50, CSU) sagte dem Münchner Merkur, diese Pauschalverunglimpfung sei inakzeptabel und vollkommen unnötig. „Wir prüfen Ordnungsmaßnahmen – von der Rüge bis zur Amtsenthebung.“

Haindl hatte über den Pfarrer gesagt: „Der muss aufpassen, dass ihm der Brem (Altpfarrer, Anm. d. Red.) nicht mit dem nackerten Arsch ins Gesicht springt, unserem Neger.“

Die Geschichte hat ein längeres Vorspiel: Die Zornedinger CSU-Vorsitzende Sylvia Boher hatte im Parteiblatt ZornedingReport abfällig über Flüchtlinge geschrieben. In einem offenen Brief distanzierte sich der Pfarrgemeinderat von den Äußerungen und forderte die Partei auf, die Kirchtürme aus dem Logo des Reports zu entfernen.

Der CSU-Mann hat inzwischen sein Bedauern über die verbale Entgleisung geäußert. Es sei eine „flapsige Bemerkung“ gewesen, die ihm Leid tue.

mmä, cd, mps

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