Am helllichten Tag

Raubüberfall auf Ottobrunner Ehepaar

Ottobrunn - Schock für ein Ehepaar aus Ottobrunn: Im eigenen Haus werden sie von Räuber überfallen. Die Einbrecher drohen den Senioren, sie zu fesseln - und entkommen mit einem hohen Geldbetrag.

Der dreiste Überfall geschah am Montagmorgen. Gegen 8.30 Uhr klingelte es an der Wohnungstür des Einfamilienhauses in der Nähe der Bozener Straße. Die 74-jährige Rentnerin öffnete, denn sie erwartete ihren Mann vom Gassigehen mit dem Hund zurück. Zwar stand vor der Tür ihr Ehemann, allerdings war er in Begleitung von zwei unbekannten Männern!

Die Unbekannten drängten das Ehepaar in den Flur, zeigten einen Ausweis und gaben vor, dass sie vom Finanzamt seien und das Haus durchsuchen müssten. Als die Seniorin bei der Polizei nachfragen wollte, nahm einer der Männer ihr das Telefon ab. Dieser drohte dem Ehepaar in rüdem Ton, das Paar zu fesseln, falls es sich wehren sollte.

Anschließend musste der 82-jährige Rentner einem der Täter sein Geldversteck zeigen, während der zweite Mann die eingeschüchterte Ehefrau bewachte. Im Versteck hatte der Senior mehr als 100 000 Euro gebunkert, die sich der Täter schnappte. Mit seinem Komplizen verließ er anschließend das Haus.

Doch woher wussten die Täter von dem vielen Geld? An einen Zufall glaubt die Münchner Polizei eher nicht. Möglicherweise ist der Verkauf einer Münzsammlung der Schlüssel zur Aufklärung. Den Erlös daraus hatte das Ehepaar offenbar zu Hause versteckt. Die Ermittler sind dringend auf Zeugen rund um die Bozener Straße angewiesen.

Täterbeschreibung:

1. Männlich, ca. 30 Jahre alt, 172 cm groß, kräftig, schwarze Haare, hochdeutsch; schwarze, hüftlange Leder- oder Kunstlederjacke; zeigte Ausweis/Zettel, weiß mit dunkler Schrift vor; er führte eine grüne Schreibkladde bei sich 

2. Männlich, ca. 35-40 Jahre alt, kleiner als 172 cm, schmächtig, dunkle Haare, hochdeutsch; schwarze hüftlange Leder – oder Kunstlederjacke.

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

JAM

Rubriklistenbild: © dpa

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