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Einblick

Raus aus dem Dornröschenschlaf: Das lagert im Museums-Depot

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Deckel drauf: Gut geschützt vor Staub lagern diese Trachtenpuppen in transparenten Plastikboxen.

Seit drei Jahren wartet der Förderverein des Heimatmuseums auf ein begehbares Depot. Bürgermeister Michael Müller will dem Verein diesen lang gehegten Wunsch im Jahr 2018 erfüllen.

Geretsried – 2013 eröffnete die Stadt ihr neues Museum an der Graslitzer Straße. Darin kann allerdings nur kleiner Teil der Exponate ausgestellt werden, die sich im Laufe der Jahrzehnte angesammelt haben. Je nach Größe und Art sind die nicht gezeigten Exponate laut Museumsfachkraft Anita Zwicknagl in den diversen Depots der Stadt eingelagert: im Keller der Stadtbücherei, in der X-Trägerhalle am Bauhof, auf den Speichern eines Bauhof-Gebäudes und des Isarau-Gebäudes, in der Tenne des Geltinger Burschenstüberls, im Keller und auf dem Speicher des Rathauses sowie in einem Haus am Kirchplatz. Letzteres soll zu einem Schaudepot werden, so der Wunsch des Vereins. Wie berichtet hatte Mitglied Ernst Walko das Thema in der Jahresversammlung des Vereins Mitte November zur Sprache gebracht.

Platzsparend gestapelt: Das Depot am Kirchplatz mit seinen zahlreichen Exponaten soll in Begleitung für Einzelpersonen zugänglich gemacht werden.

Noch fehlt es in dem Depot an Regalen und Puppen für die Trachten der Landsmannschaften. Aber dafür will Bürgermeister Müller sorgen. „Wir werden uns mit dem Vorstand Anfang 2018 zusammensetzen und noch einmal durch das Depot gehen“, verspricht der Rathauschef beim Ortstermin. In diesem Gespräch soll festgelegt werden, wie das Schaudepot aussehen soll. In jedem Fall soll es einen Leseraum mit Bibliothek geben. „In Begleitung werden wir das Depot für Interessierte öffnen können“, ergänzt Müller. Aber aus Brandschutzgründen könne man es nicht dauerhaft öffentlich zugänglich machen. „Und es ist nicht als Parallel-Museum gedacht“, betont der Bürgermeister.

Huch, eine nackte Frau: Bürgermeister Müller mit einem Modell des Geretsrieder Bildhauers Srb-Schloßbauer.

Das Depot ist warm, trocken und zirka 500 Quadratmeter groß. Im Flur lehnen weiße, säurefreie Kartons. Sie sind zur Lagerung der Trachten vorgesehen. In einem der Nebenräume stehen leere Vitrinen aus dem Heimatmuseum, das sich bis zum Umzug unter dem Dach des Rathauses befand. In den Glaskästen könnten wieder Exponate ausgestellt werden, so Museumsfachkraft Zwicknagl. Auch im größten Raum des Depots hat alles seine Ordnung: Nach den Exponaten der Donauschwaben kommen die der Schlesier, gefolgt von denen der Egerländer und der Siebenbürger Sachsen. Bürgermeister Müller ist überrascht, was sich so alles in den alten Fluchtkisten und Schachteln verbirgt. Aus Neugier öffnet er einen Karton – darin liegt das Modell einer der Wasserträgerinnen von Bildhauer Wilhelm Srb-Schloßbauer. „Da kommen ungeahnte Schätze zum Vorschein“, meint der Rathauschef.

Und es werden immer noch mehr. „Ich bin ein Sammler mit Leidenschaft“, gesteht Zwicknagl, der nach wie vor Gegenstände aus Nachlässen angeboten werden.

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