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Umweltaktivisten lassen Luft aus SUV-Reifen – und hinterlassen Bekennerschreiben

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Von: Stefan Weinzierl

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Unbekannte haben in Haar die Luft aus den Reifen mehrerer SUVs gelassen.
Unbekannte haben in Haar die Luft aus den Reifen mehrerer SUVs gelassen. (Symbolfoto) © Georg Schierling/Imago

Unbekannte haben in Haar die Luft aus den Reifen mehrere SUVs gelassen. Die Polizei geht von einem politisch motivierten Delikt aus.

Haar – Wie die Polizei berichtet, haben die Täter an mehreren Stellen in der Gemeinde zugeschlagen und zwar irgendwann im Zeitraum zwischen Montag, 5. Dezember, 21 Uhr und Dienstag, 6. Dezember, 9.45 Uhr. Nach aktuellem Stand sind insgesamt elf Fälle bekannt. Bei den betroffenen Fahrzeugen wurde die Luft aus allen Reifen gelassen. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 200 Euro pro Fahrzeug.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Tätern um linke Aktivisten handelt. Denn an den Fahrzeugen wurde jeweils ein Hinweiszettel hinterlassen, der Rückschluss auf die Gruppierung gibt, die für die platten Reifen verantwortlich ist.

Aktivisten hinterlassen Bekennerschreiben

Konkret steht auf den Zetteln laut Polizei „The Tyre Extinguishers“. Aus dem Englischen übersetzt heißt das so viel wie „Die Reifenlöscher“. Dabei handelt es sich um den Namen einer international agierenden Gruppe von Klimaaktivisten, die gegen die Nutzung von SUVs kämpft, weil diese ihrer Ansicht nach besonders umweltschädlich sind.

Die Polizei spricht von einem sttaatsschutzrelevantem Delikt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

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Delikt erinnert an Klima-Kramperl

Der Vorfall erinnert an die sogenannten Klima-Kramperl. Die Aktivisten hatten vor einem Jahr zum Nikolaustag die Luft aus mehreren in der Münchner Innenstad geparkten SUVs herausgelassen und jeweils einen Zettel an der Windschutzscheibe hinterlassen. „Vorsicht platter Reifen! Der Krampus hat dein Auto temporär inaktiviert!“, war darauf zu lesen. Dazu der Hinweis, dass das jeweilige Auto zu viele Ressourcen und zu viel Platz in der Stadt verbrauche. Dazu die Drohung, der Krampus komme jedes Jahr wieder und sei nicht dafür bekannt, mit der Zeit netter zu werden.

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