Um mehr als 15.000 Euro

Renterin mehrfach von Gaunerinnen abgezockt

Stockdorf - Dreimal hat eine 66-jährige Frau eine gutgläubige Rentnerin betrogen. Als sie beim vierten Mal mit einer angeblichen Nichte auftauchte, schnappte die Falle der Polizei zu.

Zwei dreisten Betrügerinnen, die eine 88-jährige Dame mehrfach um mehrere Tausend Euro erleichtert hatten, wurde endlich das Handwerk gelegt. Zum ersten Mal meldete sich im Juni eine 66-Jährige bei der Rentnerin und bot ihr einen Teppich für 1.500 Euro an. Tatsächlich erwarb sie aber eine Brücke, einen kleinen Teppich, der zwischen zwei größeren verlegt wird.

Einen Monat später wurde die Seniorin erneut aufs Kreuz gelegt: Wieder wurde ihr ein Teppich verkauft - dieses Mal für 8.000 Euro. Im September "besuchte" die Betrügerin die Dame ein drittes Mal und erzählte ihr ein Märchen von einem kranken Sohn, der in Israel durch einen Bauchschuss verletzt worden war und dringend eine neue Niere brauche. Für die angebliche Überführung nach Großhadern knöpfte sie der gutgläubigen 88-Jährigen 6.000 Euro ab.

Am Donnerstag, den 5. November, sprach die Gaunerin erneut bei der Rentnerin vor. Dieses Mal mit Verstärkung, denn im Schlepptau hatte sie ihre 24-jährige angebliche Nichte. Es ging wieder einmal um einen Teppich, den sie sich zunächst für 11.000 Euro aufschwatzen ließ. Da sie nicht genug Geld zuhause hatte, fuhr sie mit einem Bekannten zur Bank. Dieser öffnete ihr offenbar die Augen und nährte Zweifel an der Ehrlichkeit der Teppichverkäuferin. Daraufhin schaltete die mehrfach Betrogene die Polizei ein, die die 66-Jährige  und ihre "Nichte" bei der Geldübergabe festnahm. Da das Betrügerinnen-Duo einen festen Wohnsitz vorweisen konnte, wurde es nach Rücksprache wieder auf freien Fuß gesetzt.

jb

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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