Auf der A92

THW Freising bei Einsatzfahrt erstaunt: „Das haben wir noch nie gesehen“

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Das haben die Einsatzkräfte so noch nie erlebt: Eine Rettungsgasse wie aus dem Lehrbuch. 

Bei einem Notruf zählt jede Minute, besonders wenn bei Hochgeschwindigkeit auf der Autobahn Fahrzeuge kollidieren. 

Eitting/Freising - Am Samstagmorgen ereignete sich auf der A92 ein schwerer Unfall, bei dem ein BMW aus dem Raum Erding in einen Kühlanhänger raste (merkur.de berichtete). Das Auto war völlig demoliert. Ohne Frage: Hier hätte es im schlimmsten Fall Tote geben können, wie durch ein Wunder verletzten sich zwei Insassen nur leicht.

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Einige Tage später postete das Technische Hilfswerk Freising ein Video der Anfahrt zu diesem Einsatz auf ihrer Facebook-Seite. Es wurde zu einem Netzhit mit bereits fast 60.000 Aufrufen. Hunderte teilten den Clip. Der Grund für die große Aufmerksamkeit des rund dreiminütigen Videos: Wir sehen eine Rettungsgasse auf der Autobahn wie aus dem Lehrbuch. Wie an der Schnur gezogen stellten sich die Fahrer ihre Wagen auf der linken Spur und an den Rand des Standstreifens ab, die mittlere Fahrbahn war frei für die Einsatzkräfte. Die Mitarbeiter des THW Freising zeigten sich ziemlich perplex. „Das habe ich ja noch nie gesehen“, hätte so manche gesagt, schreibt das Hilfswerk auf Facebook. 

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Trotz teilweise jahrzehntelanger Erfahrung sei die Bildung dieser vorbildlichen Rettungsgasse für die meisten ein einmaliges Ereignis gewesen. Da zumeist in den Medien von gegenteiligen Negativbeispielen berichtet wird, war es den Einsatzkräften daher ein Anliegen, dieses Positivbeispiel ebenfalls im Netz zu zeigen. Das THW sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Erding, Eitting und die Retter vom BRK hätten „zügig und ohne Hindernisse vorrücken“ können und dabei keine wertvolle Zeit verloren. 

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Nicht nur das THW zeigt sich überrascht, auch einige Autofahrer sind verblüfft. „Ich stand auch mit drin und war auch erstaunt, wie gut das ging. Sowas kennt man von der A99 und A9 nicht“, meint Stephan Bägger. Manche fragen nach, wie weit man sich wirklich auf die Standspur stellen dürfe. „Wichtig ist, dass die Rettungskräfte so schnell wie möglich vorne ankommen. Der Seitenstreifen darf rein rechtlich mit der Hälfte des Fahrzeuges überfahren werden“, klärte das THW auf. Andere Kommentatoren loben das Verhalten der Autofahrer: „Ich bin Berufskraftfahrer und kann nur sagen: Top, top, top! So sollte es immer sein!“. Ein weiterer meint scherzhaft: „Da haben alle aufgepasst in der Fahrschule!“

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Vielleicht spricht es sich aber auch langsam herum, wie man eine Rettungsgasse richtig bildet. So oder so: Auch unsere Redaktion hofft auf zahlreiche Nachahmer! 

mag

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