Verdächtiger festgenommen

War es Rache? Ehemaliger Mitarbeiter fackelt Kfz-Werkstatt ab

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Gefährlicher Einsatz: Die Feuerwehr kühlt den Gastank mit Wasser.

Wer hat den Großbrand in einer Kfz-Werkstatt in Riemerling gelegt? Nach erstem Ermittlungsstand spricht alles für einen Racheakt.

Riemerling – Das hat das Polizeipräsidium am Montag gemeldet. Eine Streife hatte den 51-Jährigen noch in der Nacht in der Nähe des Tatorts festgenommen. Betrunken, im Garten eines Hauses in der Nachbarschaft der Werkstatt in der Otto-Hahn-Straße. Dort hatte ihn eine Hausbewohnerin gegen 5.50 Uhr herumlungern sehen und die Polizei alarmiert. Der 51-Jährige hat nicht nur rund 100 000 Euro Schaden verursacht, sondern auch die Feuerwehrleute in Gefahr gebracht. Vor der Werkstatthalle brannte ein Tank mit 7000 Liter Flüssiggas.

Gefahr für die Feuerwehrleute

Robert Paul, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hohenbrunn, ist vor allem froh, dass keiner der Einsatzkräfte verletzt wurde. „7000 Kilo Flüssiggas, das ist durchaus als gefährlich einzustufen“, sagte er am Morgen nach der Brandnacht. Der Alarm erfolgte am Sonntag um exakt 1.49 Uhr. Als die 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Hohenbrunn und Ottobrunn an der Lagerhalle eintrafen, standen bereits mehrere Pkw, eine ausgebaute Umkleide auf dem Hof und Teile der Einrichtung der Halle in Flammen. Außerdem brannte ein größerer oberirdischer Flüssiggastank.

Feuerwehr lässt Gas kontrolliert abbrennen

„Vermutlich war die Armatur durch die Hitze defekt, sodass Flüssiggas ausgetreten ist und sich entzündet hat“, vermutet Paul. Die Feuerwehr-Kräfte löschten die brennenden Pkw und die Umkleide und brachen die Lagerhalle auf, um auch hier das Feuer zu löschen. Größere Probleme machte der Tank. Die Feuerwehr kühlte diesen mit Wasser und ließ das Gas kontrolliert ausbrennen. Das zog sich über fünf Stunden. Gegen 7 Uhr morgens war der Einsatz beendet. 

Brandstifter in Tatortnähe festgenommen

Der Brandstifter saß da bereits in Haft. Laut Polizei hat der 51-Jährige zugegeben, das Feuer gelegt zu haben. Der Mann wurde vorübergehend festgenommen. Noch am Montag wird ein Haftrichter entscheiden, ob er weiter in Gewahrsam bleibt. Unter der Telefonnummer der geschädigten Kfz-Werkstatt war am Montag nur eine Ansage zu hören: „Ein Gesprächsaufbau war nicht möglich. Bitte versuchen Sie es noch einmal.“

Das sagt der Inhaber

„Fassungslos“ ist Christian Sager (44), Inhaber von Auto Rüger, über diese bösartige Tat. Wer der Brandstifter ist, wusste er gestern noch nicht. Sager sagt aber sofort: „Wir lassen uns nicht unterkriegen! Nächste Woche wollen wir wieder lackieren.“ Der Betrieb mit zehn Mitarbeitern ist auf Lackierungen, Karosseriearbeiten und Unfallinstandsetzung spezialisiert. Der Brand hat den gesamten Außenbereich zerstört. Und auch in der Werkstatthalle hat es Schäden gegeben. Schock verdauen, Reparieren, Aufräumen, wieder Anpacken. Das ist jetzt angesagt.

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