Bewohner erinnert sich an den Brand

So kamen wir hier raus

Riemerling - Nach dem Feuerdrama im Seniorenzentrum Lore Malsch, bei dem eine Frau starb, befanden sich am Dienstag noch vier Menschen in stationärer Behandlung. Bewohner Peter Ibler erinnert sich an den Brand.

Peter Ibler steht bereits am ersten Tag nach dem Drama zum Gespräch bereit. Vielleicht auch, weil der Heimbewohner früher Arzt war und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Nüchtern und präzise schildert er den dramatischen Brand im Seniorenzentrum Lore Malsch in Riemerling, bei der die 87-jährige Ursula S. starb - sie hatte möglicherweise im Bett geraucht. Ihre Leiche war bis zur Unkenntlichkeit entstellt. 13 Senioren und zehn Mitarbeiter erlitten Rauchvergiftungen. Sechs davon wurden schwer verletzt, 23 kamen ins Krankenhaus.

Der 55-jährige, MS-kranke Peter Ibler erinnert sich: „So weit ich es verfolgt habe, lief alles ordentlich ab. Im ersten Stockwerk reichte es, ein bisschen zu lüften.“ So glimpflich ging es im zweiten Stockwerk nicht zu …

Heimbewohner Peter Ibler berichtet von dem Brand

Eberhard Engeroff ist der Heimleiter des Seniorenzentrums Lore Malsch in Riemerling, einem Ortsteil von Hohenbrunn. „Die Lage hat sich wirklich sehr schnell beruhigt. Ich glaube, von außen wirkte der Einsatz dramatischer, als er war“, sagt er dem Münchner Merkur. Um halb zwei - zweieinhalb Stunden nach Ausbruch des Brandes - waren die ersten Bewohner wieder auf ihren Zimmern, 18 der 30 Appartements im zweiten Obergeschoss sind allerdings vorerst unbewohnbar. Dass keine Panik ausgebrochen ist, sei vor allem dem engagierten und ruhigen Personal zu verdanken. Die Angestellten hätten die knapp 140 Senioren aus dem Lore-Malsch-Haus in den Speisesaal gebracht.

Einen Tag nach dem Feuer waren noch vier Bewohner in stationärer Behandlung, 14 weitere in umliegenden Seniorenheimen untergekommen. Für Engeroff hat es Priorität, die Menschen so schnell wie möglich in ihre gewohnte Umgebung zurückzuholen. „Wir haben im Haus am Wald genug Kapazität - schon gestern sind vier Bewohner aus den evakuierten Zimmern dort eingezogen, und auch für die 14 anderen ist je ein Einzelzimmer vorgesehen.“

S. Dahlem

Rubriklistenbild: © Dahlem / Gaulke

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