Ärger um Startbahn-Bündnis - Verwirrung um FC Bayern

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Harte Landung für diese Organisationen: Die Startbahn-Gegner werfen ihnen Einmischung vor

München - Gerade haben die Startbahn-Befürworter ihr Bündnis aus Parteien, Vereinen, Firmen und Promis vorgestellt – schon gibt es Ärger. Die Gegner gehen in die Luft, Grund sind unter anderem der FC Bayern und der TSV 1860 München.

Die Ausbau-Gegner sind die Logos der Unterstützer durchgegangen. Und siehe da: Unternehmen der Stadt sind dabei! Und der FC Bayern! Die Löwen auch! Die Gegner gehen in die Luft. „Mit diesen politischen Aktivitäten verletzen die Vereine ihr satzungsgemäßes Gebot zu Neutralität“, wettert Michael Piazolo, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler. „Glaubt der FC Bayern, dass man künftig nicht mehr Spielorte der Champions League erreichen kann? Ein Wiederaufstieg hängt beim TSV 1860 auch nicht am Flughafenausbau.“

Die Löwen bekräftigten ihr Bekenntnis. „Der Flughafen ist Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg Münchens“, sagte Geschäftsführer Robert Schäfer. Verwirrung gab es um den FC Bayern. In einer ersten Reaktion sagte Sprecher Markus Hörwick der tz, Vize-Boss Karl Hopfner sei die Unterstützung unbekannt. Das Startbahn-Bündnis erklärt dagegen, die Zusage liege schriftlich vor.

Merkwürdig: Am Mittwoch hatte man den Verein als Unterstützer präsentiert, am Donnerstag firmierte auf der Internet-Seite die FCB AG als Partner. Das Thema führte am Donnerstagabend noch zu Gesprächen. Ärger gab es auch um die Beteiligung von Olympiapark und Tierpark Hellabrunn. „Es war bisher nicht Usus, dass sich städtische Gesellschaften politisch einmischen“, sagt Lydia Dietrich, Chefin der Rathaus-Grünen.

Während der Olympiapark nach einer Prüfung im Bündnis bleibt, steigt der Tierpark aus. „Wir freuen uns über Touristen, verfolgen aber auch ökologische Interessen“, sagte Zoo-Chef Andreas Knieriem. Man wolle neutral bleiben.

DAC

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