Wer hat Rocky fast totgebissen?

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Eine Mitarbeiterin der Tierrettung kümmerte sich um Rocky.

München - Maria V. ist sehbehindert und kann kaum etwas sehen. Umso wichtiger ist für sie ihr Hund Rocky. Bei einem Spaziergang wurde ihr Hund jetzt beinahe von einem anderen Tier tot gebissen.

Auf einmal ist da ein Knurren und Bellen direkt vor ihr. Dann jault und schreit ihr Rocky laut auf. Ein Mann ruft hektisch: „Aus! Aus! Aus!“ Da ist eine Beißerei im Gange! Maria V. (60) aber kann kaum etwas erkennen, sie ist sehbehindert. Nach schier endlosen Minuten der Keilerei lässt der andere Hund endlich von ihrem Rocky ab – und der Besitzer haut einfach ab. Ohne ein Wort.

Als sich Maria V. am vergangenen Samstagabend von ihrem Schock erholt hat, schleppt sie mit ihrem 11-jährigen Mischling wieder verwirrt in ihre Ramersdorfer Wohnung. Es ist spät, also beschließt die Dame, erst am nächsten Morgen einen Nachbarn zu bitten, nachzusehen, wie schlimm es ihren Liebsten getroffen hat. Fast wäre das zu knapp gewesen. Denn der Nachbar sieht: Der andere Hund hat Rocky fast totgebissen! Etwas mit dem Bein stimmt nicht. Überall am Körper klaffen tiefe Fleischwunden.

Der Nachbar alarmiert sofort die Tierrettung. Der Verdacht war richtig: „Rocky hat sich eine Fraktur des Vorderbeins zugezogen. Er muss starke Schmerzen gehabt haben,“ sagt die diensthabende Ärztin Gabor Horvath. Schnell in die Chirurgischen Tierklinik der Uni München! Er bekommt Antibiotika, Schmerzmittel und einen Stützverband. Sobald der Hund sich stabilisiert hat, soll Rocky operiert werden.

Für Evelyn Mendes, Vizepräsidentin der Tierrettung, ist der Fall damit nicht abgeschlossen. „Solche Hundehalterhandelnunverantwortlich und sind nicht geeignet, zum Führen und Halten eines Hundes.“ Nun ist V. in großer Sorge, wie sie die Behandlungskosten erstatten soll. Möchten Sie, liebe Leser, der verzweifelten Dame helfen? Dann wenden Sie sich bitte an die Tierrettung München unter Telefon 01805/843773.

NBA

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