Rollstuhl in der Isar: Leblose Person gefunden

Dietramszell/Bad Tölz - Der Rollstuhl des querschnittsgelähmten Ferdinand R. wurde am Sonntag auf einer Kiesbank in der Isar gefunden. Am Donnerstagnachmittag entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers eine leblose Person.

Die Polizei entdeckte am Donnerstagachmittag gegen 14.50 Uhr die Leiche eines jungen Mannes an der Isar auf Höhe von Rimslrain. Bei dem Toten handelt es sich vermutlich um einen 28 Jahre alten Tölzer. Der Rollstuhl des behinderten Mannes war bereits am Sonntag von einem Bootsfahrer auf einer Kiesbank im Gemeindebereich Dietramszell gefunden worden (wir berichteten). 

Bereits unmittelbar nach dem Fund hatten Beamte die nähere Umgebung aus der Luft abgesucht. Anhaltspunkte für einen Unglücksfall ergaben sich dabei allerdings keine, berichtetet Walter Siegmund, Leiter der Polizeiinspektion Geretsried. Außerdem habe am Sonntag auch keine Vermisstenmeldung vorgelegen.

Am Dienstag war dann aber klar, dass der grüne Rollstuhl dem 28-jährigen querschnittsgelähmten Tölzer gehört, wie Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd berichtet. Als die Ermittler den Mann zu Hause nicht antrafen, wurde erneut eine Suchaktion eingeleitet. Unter Führung der Polizeiinspektion Bad Tölz waren unter anderem Diensthundeführer, Polizeihubschrauber und die Tauchergruppe der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Die 65 Helfer durchkämmten ab Bad Tölz die Uferbereiche der Isar und den Waldgürtel auf einer Länge von rund drei Kilometern. Dabei stießen die Beamten auf persönliche Gegenstände des Vermissten.

Gegen 15.30 Uhr machte die Besatzung eines Polizeihubschraubers dann auf Höhe von Rimslrain die traurige Entdeckung: Eine leblose Person trieb in Ufernähe im Wasser. Kurze Zeit später stand fest: Bei der Leiche handelt es sich vermutlich um den 28-Jährigen aus Bad Tölz. Seinen Rollstuhl hatte die Isar offenbar bis zu der rund drei Kilometer entfernten Kiesbank in Dietramszell mitgerissen. Zur endgültigen Klärung der Identität und der möglichen Todesursache wird es eine Obduktion am Institut für Rechtsmedizin in München geben.

Veronika Wenzel und Carl-Christian Eick

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