Die Roseninsel ist jetzt Welterbe

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Die Roseninsel im Starnberger See ist jetzt Welterbe.

Starnberg - Die Roseninsel mit den prähistorischen Siedlungsresten im Starnberger See zählt jetzt zusammen mit Pfahlbaustätten in sechs Alpenländern zum Welterbe der Vereinten Nationen.

Das Welterbekomitee der UNESCO hat gestern am frühen Abend bei seiner 35. Sitzung in Paris den multinationalen Antrag angenommen. Die Entscheidung unterstreicht nach einer Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege „die herausragende Bedeutung des kulturgeschichtlichen Phänomens Pfahlbauten “.

Die Kandidatur lief unter Federführung der Schweiz. Erfasst und nun auf die Welterbeliste gesetzt wurden 111 der beinahe 1000 bekannten archäologischen Pfahlbaustationen in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien. In Bayern sind es neben der Roseninsel noch die jungsteinzeitlichen Feuchtbodensiedlungen von Pestenacker und Unfriedshausen im Landkreis Landsbersg am Lech. Die Reste der Pfahlbausiedlungen aus der Zeit zwischen 5000 bis 500 v. Chr. liefern wichtige Erkenntnisse über die Welt der frühen Bauern Europas. Die gestrige Entscheidung der UNESCO, der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur gibt der Forschung einen kräftigen Schub und verpflichtet zur Pflege und zum Erhalt dieser kulturell bedeutenden Funde.

Klaus Joachim Greiner

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