Drama auf dem Starnberger See

Ruderschüler ertrinkt: Betreuer angeklagt

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Tagelang hatte die Polizei nach dem Schüler gesucht, bis er gefunden wurde.

Starnberg - Der Tod eines Ruderschülers im April auf dem Starnberger See beschäftigt das Landgericht: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Betreuer erhoben.

Der damals 13-Jährige aus München war beim Rudertraining am 19. April allein unterwegs und sollte nahe des Clubhauses üben. Zwei Betreuer in ihren Motorbooten kümmerten sich auch um andere Ruderschüler auf dem See und bemerkten nicht, dass der 13-Jährige nach Süden auf den See fuhr. An jenem Tag herrschte starker Wind. Der 13-Jährige kam nicht mehr zurück an Land und ertrank. Für die Staatsanwaltschaft München II haben die Betreuer auf den Schüler nicht ausreichend geachtet - sie erhob Anklage wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassung.

Nach Ansicht der Ankläger hätten die Betreuer den Unfall verhindern können, zumal der Bub als unerfahren galt. "Die Betreuer hätten mit der Gefahr rechnen müssen", erklärte Ken Heidenreich, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Prozess wird vor dem Landgericht stattfinden, allerdings erst im neuen Jahr.

mm

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