Geothermie

Rüttler-Fahrzeuge in den Landkreisen München und Starnberg unterwegs

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Seismische Untersuchung mit Schall: So genannte Vibro-Trucks (im Bild bei einer Suche im Jahr 2009 bei Tutzing) werden in den kommenden Wochen auch in Schorn auftauchen. Die Untersuchungen beziehen sich jedoch auf ein Gebiet im Landkreis München.

Die Rüttler kommen: Für ein Geothermie-Projekt in Pullach und Grünwald werden ab kommender Woche seismische Untersuchungen vorgenommen.

Wangen– Betroffen ist von den Arbeiten auch ein kleiner Teil des Starnberger Stadtgebietes – Schorn. „Die Innovative Energie für Pullach GmbH (IEP) führt zusammen mit der Stadtwerke München GmbH (SWM) und der Erdwärme Grünwald GmbH (EWG) im Januar 2018 ein seismisches Erkundungsprogramm durch“, heißt es in einem Flyer zu den Untersuchungen. Das rund 100 Quadratkilometer große Untersuchungsgebiet tangiert Starnberg nur sehr am Rande, es liegt fast ausschließlich im Gebiet des Landkreises München. 

Laut einer Mitteilung der Unternehmen auf deren Internetseite sollen die Arbeiten am kommenden Montag in Pullach und werden sich einige Wochen hinziehen. Wann genau die Spezialfahrzeuge durch Schorn rollen, ist offen. Laut Stadt soll es im Februar sein.

Geothermie fördert heißes Wasser aus tiefen Schichten

Die so genannten Vibro-Trucks – fünf in diesem Fall – fahren in Kolonnen, halten kurz an, rütteln dann mit einem Spezialgerät auf den Boden und erzeugen so Schallwellen, die sich im Untergrund bis in mehrere Tausend Meter Tiefe ausbreiten, reflektiert werden und dann von Mikrofonen aufgefangen werden. Die Geophone werden vor dem Einsatz der Fahrzeuge im Gebiet verteilt, allerdings anders als bei früheren Aktionen dieser Art in Berg oder bei Tutzing ohne lange Kabel.

Geothermie fördert heißes Wasser aus tiefen Gesteinsschichten. Im Untersuchungsgebiet sei diese Formation ab 2800 Metern Tiefe anzutreffen, die Temperatur des Thermalwassers werde bei über 120 Grad vermutet, heißt es in dem Flyer. Die Untersuchung hat nichts mit Geothermie-Projekten auf Stadtgebiet zu tun. Es handelt sich um einen anderen Claim, ein Aufsuchungsgebiet, als jenes, das in Starnberg vor Jahren für Debatten sorgte.

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