S-Bahn: Betrunkene löst Großeinsatz aus

Rund eine Stunde dauerte die Zwangspause für die S-Bahn-Reisenden. Foto: Sabine Hermsdorf

Wolfratshausen - Rund eine Stunde war am Montagvormittag der Schienenverkehr zwischen Wolfratshausen und Höllriegelskreuth unterbrochen. Der Grund war laut Polizei eine schlafende Frau.

Einen denkbar ungünstigen Platz, um ihren Rausch auszuschlafen, hatte sich am Montag eine Wolfratshauserin ausgesucht: Die 56-Jährige lag im Bereich des Gipsenwegs in unmittelbarer Nähe der S-Bahn-Gleise. Gegen 11.30 Uhr entdeckte ein Lokführer die Frau und alarmierte vorsorglich die Leitstelle und den Notfallmanager der Bahn. Daraus resultierte ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Sanitätern. Auch ein ADAC-Hubschrauber wurde nach Wolfratshausen gerufen.

„Aufgrund eines Notarzteinsatzes ist derzeit die Linie S 7 Wolfratshausen zwischen Wolfratshausen und Höllriegelskreuth gesperrt. S-Bahnen wenden in Höllriegelskreuth. Ein Schienenersatzverkehr mit fünf Bussen wurde eingerichtet“: Diese Nachricht verbreitete die Bahn gegen 12 Uhr im Internet. Die Einsatzkräfte vor Ort konnten jedoch rasch Entwarnung geben: Die Frau, die angeblich unter die S-Bahn-Räder geraten war, erfreute sich bester Gesundheit - sieht man von den deutlich erhöhten Promillewerten in ihrem Blut ab. „Sie wurde aufgrund ihres hilflosen Zustands mit einem Rettungswagen in die Wolfratshauser Kreisklinik gebracht“, berichtete ein Sprecher der Bundespolizei in München. Gegen 12.30 Uhr wurde die S-Bahn-Strecke wieder freigegeben. (cce)

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