Zugausfälle noch bis Freitag

Kollision mit S-Bahn: Fahrer eingeklemmt - tot

+
Der Fahrer des Autotransporters kam ums Leben.

Emmering - Ein Zug der S4 hat an einem halbseitig beschrankten Bahnübergang einen liegengebliebenen Sattelschlepper gerammt. Der Fahrer war bereits ausgestiegen, kam aber trotzdem ums Leben. Die Strecke bleibt laut Bahn wohl noch bis Freitag gesperrt.

Am Mittwoch gegen 22.30 Uhr kam es an einem halbseitig beschrankten Bahnübergang in Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck) an der Dr.-Rank-Straße zu einem Zusammenstoß der S-Bahn (Linie 4) mit einem Autotransporter. Der Zug der S 4, der in Richtung München unterwegs war, kollidierte mit einem Sattelzug, der aus noch unbekannten Gründen auf den Gleisen stehen geblieben war. Der 62-jährige Fahrer des mit vier Fahrzeugen beladenen Autotransporters starb noch an der Unfallstelle. Er hatte sein Führerhaus verlassen und wurde durch den Zusammenstoß im hinteren Bereich des Sattelaufliegers eingeklemmt und tödlich verletzt.

In der S-Bahn befanden sich zur Unfallzeit 18 Fahrgäste und der Zugführer. Ein 61-jähriger Fahrgast wurde durch den Aufprall leicht im Gesicht verletzt und ambulant vor Ort von den Rettungskräften behandelt. Der Zugführer blieb unverletzt.

Die Unfallaufnahme erfolgt derzeit durch die Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck. Kräfte der Bundespolizei unterstützen bei der Sicherung und Absperrung, ebenso wie ein für die Unfallaufnahme gesondert beauftragter Sachverständiger.

Über die Rettungsleitstelle wurden Feuerwehrkräfte aus Emmering, Eichenau, Olching und Fürstenfeldbruck für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen zur Unfallstelle gerufen.

Der LKW konnte bis 7.30 Uhr geborgen werden.  

Der Sachschaden ist nach Angaben der Polizei noch nicht zu beziffern.

Sperrung noch bis Freitag

Seit 5 Uhr ist zwischen Puchheim und Fürstenfeldbruck wieder ein Gleis für den Zugverkehr freigegeben. Die Sperrung des zweiten Gleises bleibt nach Angaben der Bahn voraussichtlich am heutigen Freitag weiterhin bestehen.

Emmering: S-Bahn rammt Laster - Fahrer stirbt

Bahnübergang soll Unterführung werden

Seit zehn Jahren diskutiert Emmering über den Bahnübergang an der Dr.-Rank-Straße. Anwohner wissen: Er ist höhengleich, es gibt keine Unter- oder Überführung. Häufig queren Schwerlaster die Straße zum früheren Industriegebiet, wo die Firma Egerland ein Autolager betreibt, die Autos zu Händlern bringt. Noch in der Unfallnacht erinnert Bürgermeister Michael Schanderl daran, dass es in Verhandlungen mit der Bahn gelungen sei, Planungen für die Verlegung des Übergangs abzuschließen. Baubeginn soll Ende 2014 sein. Dann wird es an der Dr.-Rank-Straße nur noch eine Unterführung für Fußgänger geben. Die LKW kommen dann weiter Richtung Osten auf das Gelände – aber mittels einer Brücke übers Bahngleis.

Auch interessant

Meistgelesen

Bombenalarm am Gymnasium Tutzing: Polizei gibt Entwarnung
Bombenalarm am Gymnasium Tutzing: Polizei gibt Entwarnung
Flugzeugteil auf Weide gestürzt - das sagt der Landwirt
Flugzeugteil auf Weide gestürzt - das sagt der Landwirt
Freund beim Sexspiel mit Kreissäge getötet - Urteil
Freund beim Sexspiel mit Kreissäge getötet - Urteil
Flüchtlinge treten vor dem Landratsamt Ebersberg in Hungerstreik
Flüchtlinge treten vor dem Landratsamt Ebersberg in Hungerstreik

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion