Mutige Zeugin (15) half bei der Aufklärung

Horror-Moment in der S-Bahn: Zwei Mädchen (12,15) sexuell genötigt - Täter gefasst

München: Eine Frau steigt aus einer S-Bahn am Marienplatz.
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München: Mädchen in S-Bahn sexuell genötigt. (Symbolbild)

In einer S-Bahn zwischen Unterhaching und München hat ein Mann zwei Mädchen (12,15) sexuell genötigt. Nun hat die Polizei den Täter gefasst.

Update, 7. Dezember, 14 Uhr: Der Mann, der am Montag, 30. November, in der S 3 Richtung München zwei Mädchen im Alter von 12 und 15 Jahren sexuell genötigt haben soll, ist gefasst. Nach dem Tatverdächtigen war seither gefahndet worden. Der Ermittlungsrichter ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I Untersuchungshaft an.

Sexuelle Nötigung in S-Bahn: Täter gefasst - Zeugin und Opfer helfen der Polizei

„Ursächlich für den schnellen Erfolg war die Mitarbeit einer couragierten 15-jährigen Zeugin sowie einer der beiden Geschädigten“, teilt die Polizei mit. Beide Mädchen kommen aus Unterhaching. Nach umfangreicher Fahndung durch die Münchner Landes- und Bundespolizei konnte am Freitag, 4. Dezember, gegen 7.30 Uhr der Mann ermittelt werden, heißt es im Pressebericht.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 40-jährigen Türken, der in Unterhaching wohnt. „Die Münchner Bundespolizei dankt den beiden Mädchen sowie deren Erziehungsberechtigten“, schreibt die Polizei. „Vor allem deren tatkräftiger Unterstützung war der schnelle Ermittlungserfolg zu verdanken.“

Ursprünglicher Artikel vom 3. Dezember:

Unterhaching - Ein Mann hat in einer S-Bahn der Linie S3 zwischen Unterhaching und München Giesing zwei Mädchen sexuell genötigt. Erst als mehrere Fahrgäste zustiegen, ließ er von seinen Opfern ab. Jetzt sucht die Polizei den Unbekannten.

Der Vorfall ereignete sich laut Polizei am Montagmorgen. Den Ausführungen der Bundespolizei zufolge wartete am S-Bahnhof Unterhaching ein 15-jähriges Mädchen auf die S-Bahn in Fahrtrichtung München. Dabei fiel ihr ein Mann auf, der sie sie aufmerksam beobachtete und mit ihr in den vorderen Wagen der S3 Richtung München stieg.

S-Bahn München: Mann belästigt Mädchen sexuell - 15-Jährige bedrängt

Obwohl nur wenige Mitreisende im Wagen waren, stand der Unbekannte im Türbereich Schulter an Schulter mit der Unterhachingerin. Zunächst legte er wiederholt seine Hand auf das Gesäß der 15-Jährigen, bevor er ihr auch an den Oberschenkel fasste und die Hand in Richtung der Genitalien schob. Dem Mädchen war dies unangenehm, sie versuchte mehrfach die Hand des Mannes wegzudrücken, wie die Polizei berichtet.

Am S-Bahnhaltepunkt Fasanenpark oder Fasanengarten stieg eine Zwölfjährige zu. Sie blieb ebenfalls im Türbereich des vorderen Wagens stehen. Der Unbekannte ließ daraufhin von der 15-Jährigen ab und berührte nun das Mädchen aus Taufkirchen am Oberschenkel und im Bereich der Genitalien. Auch die Zwölfjährige versuchte mehrfach die Hand des Mannes wegzudrücken.

Sexuelle Nötigung in der S-Bahn: Jugendliche beschützt Zwölfjährige vor Täter

Eine unbeteiligte 15-Jährige bemerkte die sexuelle Belästigung des Mannes und schob sich schützend zwischen den Unbekannten und die Zwölfjährige. Mittlerweile war mehrere weitere Fahrgäste in die S-Bahn gestiegen, sodass der Wagen gut gefüllt war und der Unbekannte von seinem Opfer abließ. Er verließ dann die S-Bahn am Bahnhof Giesing. Jetzt sucht die Polizei den Mann und weitere Zeugen des Vorfalls.

Nach sexueller Nötigung zweier Mädchen: Polizei sucht Täter aus Münchner S-Bahn

Der Unbekannte wird als hellhäutig, ca. 45 Jahre alt und etwa 1,85 Meter groß mit buschigen, dunklen Augenbrauen beschrieben. Bekleidet war er mit einer dunklen Jacke und Hose sowie einer tief ins Gesicht gezogenen Kapuze. Außerdem trug er laut Polizei einen schwarzen Rucksack und möglicherweise hautfarbene Mund-Nasen-Bedeckung.

Die Bundespolizei wertet nun u.a. Videoaufzeichnungen der S-Bahn und Haltepunkte aus und hofft dem Unbekannten, gegen den wegen sexueller Nötigung ermittelt wird, auch damit auf die Spur zu kommen. Wer sachdienliche Hinweise zu den Vorfällen bzw. zu dem Gesuchten machen kann, wird gebeten sich unter der Rufnummer 089/515550-111 an die Bundespolizeiinspektion München zu wenden.

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