S-Bahnhof Freiham in zwei Jahren fertig

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Die S-Bahn fährt bald auch nach Freiham. Das bestätigte das bayerische Wirtschaftsministerium.

München - Wenn das neue Wohn- und Gewerbegebiet in Freiham komplett erschlossen ist, ist die S-Bahn schon da: Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) gab jetzt grünes Licht.

Die Finanzierung des Baus der neuen S-Bahn-Station Freiham an der S 8 zwischen Neuaubing und Harthaus ist gesichert. Bereits in zwei Jahren, so das Wirtschaftsministerium, soll der neue Halt eröffnet werden. Das Ministerium hat das Projekt jetzt verbindlich in das Finanzierungsprogramm des Freistaats aufgenommen, nachdem dieser im Frühjahr mit der Landeshauptstadt und der Bahn die Bau- und Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet hatte. Minister Zeil: „Für die Attraktivität des neuen Stadtteils ist eine optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr von herausragender Bedeutung.“ Die neue Station erhält zwei Außenbahnsteige, die über Treppen, Aufzüge und auf einer Seite über Rampen ereichbar sind. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5,7 Millionen Euro, von denen der Freistaat 2,3 Millionen übernimmt. Den Rest bezahlt die Landeshauptstadt.

Andreas Barth, Münchner Sprecher des bundesweit tätigen Fahrgastverbandes Pro Bahn: „Es ist wichtig, dass die Bürger bereits vor dem Einzug einen hochwertigen öffentlichen Nahverkehr vorfinden, nur dann wird er wirklich genutzt werden.“ Der jetzt geplante S-Bahn-Halt ermöglicht eine schnelle Verbindung von Freiham zum Pasinger Bahnhof und in die Münchner Innenstadt.

Die Neu-Freihamer werden künftig in 20 Minuten am Hauptbahnhof sein, und sie haben in den Hauptverkehrszeiten einen 10-Minuten-Takt. Das Gebiet ist als gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet ausgewiesen, wobei südlich der Bodenseestraße hauptsächlich Gewerbe angesiedelt ist – unter anderem der Baumarktriese Hornbach und das Möbelhaus Höffner. Nördlich der Bodenseestraße und unmittelbar an der S 8 soll es nur Wohnbebauung geben. Es sind etwa 9000 bis 10 000 Wohnungen geplant. Der Stadtteil Freiham könnte somit nach der Fertigstellung bis zu 20 000 Münchnern eine neue Heimat geben. Die ersten sind bereits eingezogen.

di

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