„Sammer’s“ ist Liebe auf den ersten Blick

Drei Münchner eröffnen Wirtshaus in Traumlage - einen kennt man in der Landeshauptstadt

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Neue Pächter im ehemaligen Gasthaus Seestern: (v.l.) Bastian Tacheci, Iva Gärsch und Matthias Burchardi starten in ihrem „Sammer’s“ morgen in die erste Saison.

„Bald sammer’s!“, freut sich Iva Gärsch. „Sammer’s“, das sind die 35-Jährige, Basti Tacheci (45) und Matthias „Matse“ Burchardi (43) – ein flottes Trio, das morgen in Breitbrunns Hauptstraße 6 zum ersten Mal die Türen von „Sammer’s Wirtshaus“ öffnet, dem ehemaligen „Seestern“.

Breitbrunn – Für das Kulinarische ist Matse verantwortlich. Dem Koch aus Leidenschaft schwebt die „gute bayerische Küche mit Pep“ vor – frisch und wo immer möglich mit regionalen Zutaten. Mit seinem Freund aus Kindheitstagen, Basti, arbeitet er seit zwei Jahrzehnten zusammen. Der 45-Jährige hat ein Faible für den guten Tropfen, mixt fruchtig-frische Drinks mit und ohne Alkohol und übernimmt mit einer eigenen Getränkekarte die Bar. Iva ist sozusagen für das Seelenwohl der Gäste und die organisatorischen Dinge zuständig. Schon in jungen Jahre entdeckte sie ihre Liebe für die Arbeit im Service. Ihr Motto: „Unfreundliche Gäste gibt es nicht.“ Und weil alles locker bleiben soll, wollen die Drei auch mit Vornamen angesprochen werden.

Die drei Jung-Wirte sitzen bei herrlichem Wetter im weiträumigen Biergarten und können es kaum erwarten. Eigentlich wollten sie den zum Gasthaus gehörenden Kiosk am See schon am ersten sonnigen Tag aufmachen. Das ging aber wegen der bis dahin noch fehlenden Konzessionen nicht. Da verschenkten sie das Bier einfach.

Matthias „Matse“ Burchardi war Chefkoch in Münchner Restaurants

Vor vier Wochen zogen die drei Münchner nun in das mehr als 100 Jahre alte Haus ein. Seither sind sie mit Putzen und dem Umbau beschäftigt. In der Küche blitzen Arbeitsfläche, Schränke und Herd. Matse, ehemaliger Chefkoch in Restaurants wie „Hey Luigi“ oder „Heinrich Matters“, brennt darauf, hausgemachte Bouillon und Soßen herzustellen und die bayerische Küche und Spezialitäten auf die Teller zu bringen. Basti wartet gerade auf die erste Weinlieferung vom Händler seines Vertrauens.

Besonders freuen sich die Männer aber auf ihren Arbeitsdienst im Kiosk am Dampfersteg, wo vom Aperol über Radler und Bier auch Schorle oder Wasser, Eis und Herzhaftes von der Semmel und Brezn bis zum belegten Focacia-Sandwich über die Theke gehen. Geplant sind Sundowner auf Liegestühlen mit Blick in die spektakulären Sonnenuntergänge am Westufer. Als Brauerei haben sie sich für König Ludwig entschieden. „Das fühlte sich richtig an“, sagt Iva über diese Entscheidung. Richtig fühlte sich auch die Wirtschaft im Herzen Breitbrunns an, die sie sich im Januar nach einer Annonce angesehen hatten. Danach gab es kein Zurück mehr. „Das war Liebe auf den ersten Blick“, sagt sie. Sofort war für die Drei klar: Das machen wir. Sie packten an.

Langfristig möchten sie das eine oder andere Inventar im Speiseraum erneuern. Das historische Zimmer mit Kachelofen haben sie wieder in Originalzustand zurückversetzt. Die Karte dekoriert ein von Sikander Goldau entworfenes Logo.

Erste Gäste sind heute die Schützen. Und am 1. Mai heißt es dann: „Sammer’s!“. Die drei Freunde freuen auf zahlreiche Gäste – und es sucht übrigens noch einen Beikoch. Geöffnet ist täglich ab 11 Uhr, nur montags nicht – da ist Ruhetag.

Von Michéle Kirner

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