Sanierungsbedürftige Staatsstraße in Reithofen 

Ortsdurchfahrt immer noch nicht saniert: „Sauerei, wie mit unseren Leuten umgegangen wird“

Die Erdinger Straße ist wochentags stark frequentiert. Aufgrund der unebenen Oberfläche erzeugen vor allem leere Lkw-Anhänger viel Lärm, der die Anwohner nervt.
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Die Erdinger Straße ist wochentags stark frequentiert. Aufgrund der unebenen Oberfläche erzeugen vor allem leere Lkw-Anhänger viel Lärm, der die Anwohner nervt.

Die Ortsdurchfahrt von Reithofen ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Trotzdem will das Staatliche Bauamt die Staatsstraße 2331 in diesem Bereich vorerst nur flicken.

Reithofen – „Es ist eine Sauerei, wie mit unseren Leuten in Reithofen umgegangen wird“, machte sich Pastettens Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU) im Gemeinderat Luft. Denn die dringend nötige Sanierung der Ortsdurchfahrt in Reithofen im Ganzen sei für die nächsten drei bis vier Jahre nicht vorgesehen. Das habe das Staatliche Bauamt Freising auf Nachfrage mitgeteilt.

„Wenn sie noch nicht mal in den kommenden zwei Jahren anfangen zu planen, kann das noch sehr, sehr lange dauern“, befürchtet die Gemeindechefin. Zwar sehe die Straße nicht sehr kaputt aus, aber durch Falten im Asphalt und Spurrillen sei die Lärmbelästigung für die Anwohner groß. Vor allem nachts und wenn Laster mit leeren Anhängern durch den Ort donnern, dröhne und scheppere es in den Häusern. Schlimm sei es bei Regen, wenn sich Wasser in den Spurrillen sammelt. „Auf dem Fußweg wird man da regelrecht geduscht“, sagte Vogelfänger. Erschwerend komme hinzu, dass die Fahrbahndecke aufgrund der Verlegung von Hausanschlussleitungen an vielen Stellen geflickt sei und tief liegende Gullydeckel eine unebene Oberfläche schafften.

Was die Bürgermeisterin am meisten fuchst

Die Staatsstraße 2331, die hier Erdinger Straße heißt, verbindet Erding mit Hohenlinden und ist nicht nur durch den Individualverkehr stark frequentiert, sondern auch vom Schwerlastverkehr. Genervte Anwohner hätten sich auch schon ans Straßenbauamt gewandt und die Antwort bekommen, dass es dringendere Brennpunkte im Straßennetz gebe und derzeit weder Planungen, geschweige denn eine Sanierung vorgesehen seiein. „Dieses Schreiben liegt uns als Kopie vor“, sagte Vogelfänger. Das Bauamt habe jedoch als Kompromiss angekündigt, die Wülste im Asphalt abzufräsen, damit Regenwasser besser abfließen kann.

Was die Bürgermeisterin am meisten fuchst, ist eine frühere Sanierungszusage der Behörde. „Es hieß immer in Gesprächen: Wenn die Autobahn fertig ist, wird die Staatsstraße in Angriff genommen. Die Autobahn ist 2019 fertig, und nichts wird passieren, da noch nicht mal geplant wird.“ Sie sehe auch ein, dass eine Sanierung vor Fertigstellung der A 94 keinen Sinn mache, da der dichte Verkehr da noch über die Landstraße rollt.

„Mit Nachdruck auf frühere Zusage pochen“

Auch Gemeinderätin Roswitha Bayer-Siegling (SPD) kann sich, wie sie in der Sitzung mitteilte, an eine solche Ankündigung der Behörde erinnern.

Auf Nachfrage bestätigt das Bauamt, dass die Ortsdurchfahrt in den kommenden Jahren nicht in der Planung der Baumaßnahmen ist. „Wir sind uns bewusst, dass die Staatsstraße 2331 nicht zu den Besten gehört“, sagt Melanie Jung, Gebietsinspektorin im Landkreis Erding. Die Straße sei bei der jüngsten Zustandserfassung nicht mit ins Bauprogramm gerutscht, da es derzeit wesentlich schlechtere Streckenabschnitte bei den Staatsstraßen gebe, die saniert werden müssten. Das sei auch von den Töpfen des Freistaats abhängig, aus denen die Arbeiten bezahlt werden.

Ob der Gemeinde eine zeitnahe Instandsetzung versprochen wurde, konnte die Gebietsinspektorin am Telefon nicht sagen. „Wenn sich Bürgermeisterin Vogelfänger mit uns in Verbindung setzt, können wir das in Ruhe mit ihr besprechen“, so Jung. Das hatte die Vogelfänger ohnehin vor: „Ich werde mit Nachdruck auf die frühere Zusage pochen.“

Henry Dinger

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