"Satellitenterminal" am Flughafen: Grundstein gelegt

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Finanzminister Markus Söder (M.) und Flughafen-Chef Michael Kerkloh (2.v.r.) legen den Grundstein fürs neue Terminal

München - Neun Jahre nach der Fertigstellung des Terminal 2 wurde am Montag der Grundstein für den Erweiterungsbau gelegt, der im Osten des Flughafens als eigenständiges Gebäude entsteht.

Der Flughafen München platzt aus allen Nähten. Jetzt bringt ein neues Satelliten-Terminal Erleichterung für die Passagiere und zusätzliche Gates und Parkpositionen für Flugzeuge.

Satellitenstart im Erdinger Moos: Neun Jahre nach der Fertigstellung des Terminal 2 wurde gestern der Grundstein für den Erweiterungsbau gelegt, der im Osten des Flughafens als eigenständiges Gebäude entsteht.

Das Vorhaben ist gewaltig: Auf 609 Metern Länge und 125 000 Quadratmetern Fläche bietet das neue Mammutprojekt des Flughafens Platz für bis zu elf Millionen Passagiere mehr pro Jahr. „Diese Zahl entspricht fast schon dem Fluggast-Aufkommen, mit dem der ganze Airport im Jahr 1992 an den Start ging“, so Flughafen-Chef Michael Kerk- loh. Ab 2015 können im Terminal 2 dann statt bisher 25 Millionen Fluggäste 36 Millionen Reisende starten und landen. Herzstück der Erweiterung sind die 52 neuen Gates und 27 Parkpositionen des Satelliten. Kerkloh: „Endlich müssen dann nicht mehr zwei Drittel aller Fahrgäste mit dem Bus zu den Flugzeugen fahren.“ Eine eigene S-Bahn-Anbindung oder eine Zufahrt für Autos soll das Terminal nicht bekommen. Passagiere gelangen nur über eine hauseigene U-Bahn zu ihrem Gate. Gut eine Minute wird der Transfer mit den fahrerlosen Zügen zwischen den Gebäuden dauern. Der dafür benötigte 400 Meter lange Tunnel unter dem Vorfeld ist bereits fertig.

Auch die übrigen Arbeiten sollen bald starten: Ende Mai beginnt der Rohbau, der Innenausbau folgt im Frühling nächsten Jahres. 2015 soll das Satelliten-Terminal fertiggestellt sein und dann von Lufthansa und den Partnern der Star Alliance genutzt werden. Gesamtkosten: 650 Millionen Euro.

Zum Schluss der Grundsteinlegung wurde dann noch einmal kräftig die Werbetrommel für die dritte Startbahn gerührt (Bürgerentscheid am 17. Juni). Flughafen-Chef Kerkloh und Lufthansa-Stadthalter Thomas Klühr betonten, dass mit dem Bau des Satelliten-Terminals nur der erste Schritt gemacht wurde, um den Standort München konkurrenzfähig zu halten. Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) nannte den Ausbau des Flughafens gar ein „friedensstiftendes Projekt – vor allem zwischen Herrn Ude und uns.“

Christoph Lang

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