Auf der A99

Lkw rast in Wand - Statt Rettungsgasse freizugeben, fährt Freisinger durch

Riesenstaus waren die Folge eines Unfalls auf der A99 beim Allacher Tunnel. Statt eine Rettungsgasse zu bilden, nutzte ein Freisinger (259 die Situation und fuhr durch sie hindurch.

Fürstenfeldbruck/München - Am Montagvormittag fuhr ein 29-jähriger serbischer Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug die mittlere Fahrspur der A 99 Lindau-Salzburg. Unmittelbar nach dem Tunnel Allach und kurz vor der Anschlussstelle München Ludwigsfeld zog der Sattelzug plötzlich unkontrolliert nach links, prallte in die Betonmittelwand und von dort zurück über die Fahrbahn gegen einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Lkw-Zug, dessen 48-jähriger Fahrer hierbei leichtere Verletzungen erlitt.

Aufgrund der Landung eines Rettungshubschraubers und der umfangreichen Bergungsmaßnahmen musste die BAB A 99 zunächst für den Verkehr in Richtung Salzburg gesperrt werden. Nach der Erstversorgung des Verletzten konnte nach rund einer Stunde eine Fahrbahn für den Verkehr freigemacht und der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden, wie die Polizei berichtet.

Die Bergungsarbeiten an den nicht mehr fahrbereiten Lkw dauern weiter an.

Der Sachschaden an BAB-Einrichtungen und den beteiligten Fahrzeugen beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 150.000,- Euro.

Durch die Sperrung der Fahrbahn an der Unfallstelle mussten in Folge die beiden Tunnel Allach und Aubing mittels Ampel zunächst ebenfalls gesperrt werden, wobei zwischenzeitlich eine Blockabfertigung möglich wurde.

Während der Unfallaufnahme wurden wieder einmal mehrere Fahrzeugführer festgestellt, die während der Fahrt das Unfallszenario mit ihren Mobiltelefonen filmten. Acht Fahrzeugführer konnten angehalten und beanstandet werden, berichtet die Polizei

Rund eine Stunde nach demUnfall fuhr ein 25-jähriger Freisinger mit einem Pkw mit ausländischer Zulassung verbotswidrig durch die Rettungsgasse. Er hatte auch das  Rotlicht an der Tunnelsperre des Tunnel Allach missachtet, um einen seiner Meinung nach wichtigen Termin wahrnehmen zu können. Ihn erwartet nun ein Bußgeldbescheid von mehr als 200 Euro und ein Monat Fahrverbot.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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