Mordprozess gegen Schäftlarner Anwalt

Erstach er seine Frau aus "krasser Eigensucht"?

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2012 soll der Anwalt aus Schäftlarn seine Frau erstochen haben.

München - Anwalt ersticht Ehefrau: Die Staatsanwaltschaft glaubt nicht an eine Affekt-Tat. Jetzt ordnete das Gericht ein psychiatrisches Gutachten an.

Der Mordprozess gegen einen Münchner Anwalt geht dem Ende entgegen. Der Jurist soll im Sommer vergangenen Jahres seine Frau erstochen haben. Bei der Fortsetzung der Verhandlung in der kommenden Woche sollen aber noch Gutachten genaueren Aufschluss über die Motivation des 47-Jährigen geben. Das Münchner Schwurgericht will einen Psychologen und einen Psychiater hören, wie der Vorsitzende Richter am Dienstag bekanntgab.

Angeklagter spricht von einer Affekt-Tat

Zum Prozessauftakt hatte der Angeklagte das Verbrechen als Affekt-Tat und Folge „aufgestauter Emotionen“ geschildert. Die Ehe sei sehr schlecht gewesen, seine Frau habe aus nichtigem Anlass hysterisch, gemein und verletzend sein können und ihm das Gefühl gegeben, sie wolle ihn rausekeln.

Staatsanwaltschaft: Der Angeklagte scheute die finanziellen Folgen einer Scheidung

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Jurist seine neun Jahre jüngere Frau im Juni 2012 im gemeinsamen Haus heimtückisch „aus krasser Eigensucht“ erstochen hat. Er habe die Mutter von vier Kindern der Untreue verdächtigt und sie keinem anderem gegönnt. Für das Schwurgericht kommt nach der umfangreichen Beweisaufnahme als zusätzlicher niedriger Beweggrund für die Tat in Betracht, dass der Angeklagte die finanziellen Folgen einer Scheidung scheute.

dpa

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