Speichelanalyse bestätigt Verdacht

Schafe gerissen: Es war ein Wolf

Zorneding - Ende April wurden in Zorneding zwei Schafe gerissen. Jetzt bestätigt eine Analyse von Speichelproben: Der Übeltäter war ein Wolf.

Wie erste Ergebnisse einer vom Landesamt für Umwelt (LfU) in Auftrag gegebenen genetischen Analyse bestätigen, wurden die Schafe nahe Zorneding im Landkreis Ebersberg in der Nacht vom 23. auf 24. April von einem Wolf angegriffen. Zwei Schafe wurden dabei getötet, ein weiteres Tier wurde schwer verletzt und musste getötet werden. Die dem Nutztierhalter entstandenen Schäden werden über den „Ausgleichsfonds Große Beutegreifer“ zu 100 Prozent ausgeglichen. Die letzte über die Polizei gemeldete Beobachtung eines wolfsähnlichen Tieres im Münchner Osten bzw. Süden liegt eine Woche zurück.

Bei der genetischen Analyse wurden Speichelproben untersucht, die von einem Mitglied des „Netzwerks Große Beutegreifer“ vor Ort sichergestellt wurden. Das Tier kann demnach der zentraleuropäischen Population aus Nordostdeutschland/Westpolen zugeordnet werden. Vom LfU wurden weitere genetische Analysen beauftragt, um gegebenenfalls nähere Informationen zu Geschlecht und zur genaueren Abstammung des Wolfes zu erhalten. Die Ergebnisse werden voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen vorliegen.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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