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Sie sprangen mit Wucht auf sie ein: Tierquäler töten Schafe auf der Weide - Bauer ist fassungslos

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Von: Kathrin Böhmer

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Dieses Tier und ein weiteres wurden so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten.
Dieses Tier und ein weiteres wurden so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten. © privat

Landwirt Josef Unglert hat wegen seiner Schafe schon so einiges erlebt, was nicht schön ist. Aber was am vergangenen Montag passiert ist, schockiert ihn ganz besonders.

Puchheim – Jugendliche sprangen auf den Tieren herum und verletzten zwei dabei tödlich. „Ich kapier’s einfach nicht. Was soll das für eine Gaudi sein? Die Tiere sind doch völlig unschuldig“, sagt Unglert. Der Puchheimer Bauer ist derzeit quasi Tag und Nacht mit der Ernte beschäftigt. So auch Anfang der Woche, als ihn plötzlich gegen 22 Uhr eine Nachricht erreichte: Irgendetwas gehe bei seinen Schafen auf dem Feld zwischen Puchheim, Eichenau und Olching vor sich. Das Areal ist eigentlich recht einsam, nur zwei Häuser sind in der Nähe.

Puchheim: Tierquäler springen auf Schafe ein - Tiere waren panisch

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Dieses Tier und ein weiteres wurden so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten.
Dieses Tier und ein weiteres wurden so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten. © Privat

Die Nachbarn waren aufmerksam geworden, weil die sonst so stillen Tiere plötzlich laute, panische Geräusche von sich gaben. „Sie haben vier Jugendliche beobachtet“, berichtet Unglert. Diese waren ins Gehege eingedrungen und sprangen mit Vollkaracho auf die Tiere. Unglert schickte dann das Lehrmädchen seines Hofes raus, um nach dem Rechten zu sehen. Das war so gegen 23 Uhr. Doch es war schon zu spät. Keine Spur mehr von den Übeltätern. Und leider erst einmal auch nicht von den schlimmen Folgen, weil eine Suche mit Taschenlampe die eh schon verstörten Tiere noch mehr in Panik versetzt hätte.

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Erst in der Früh konnte der Landwirt sehen, dass zwei Schafe sehr schwer verletzt waren. Bei einem baumelte ein Bein einfach nur noch so herunter. Eines hatte schwere innere Verletzungen davongetragen. „Die Tiere haben die ganze Nacht leiden müssen“, empört sich Unglert. Eine Rettung war nicht mehr möglich. Nach Absprache mit dem Tierarzt habe man die Schafe schließlich erlösen müssen. Josef Unglert hatte am Donnerstag wegen des ganzen Erntestresses noch keine Zeit gehabt, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Doch das wollte er noch tun.

Schafe zu Tode gequält: Besitzer aus Puchheim ist fassungslos

Leider hat er darin schon eine gewisse Routine. Im vergangenen Jahr wurden einigen seiner Schafe die Köpfe abgeschnitten und in ein Gebüsch gelegt. Außerdem gab es immer wieder Probleme mit Vandalismus. Der Zaun der Herde wurde zerstört. „Nachdem es in der Zeitung stand, war aber Ruhe“, sagt der Landwirt. Darauf hofft er auch diesmal. Ihn verärgere gar nicht so sehr der wirtschaftliche Schaden, sondern dass er so sinnlos sei. Es mache ihn einfach nur fassungslos, wie man so respektlos mit Lebewesen umgehen könne.

Auch ein anderer Umstand macht Tieren im Landkreis Fürstenfeldbruck zunehmend zu schaffen: So gehen Krähen zum Beispiel auf Küken und Lämmer los.

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