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Boeing-Schleuderpartie: So kam es zur Beinahe-Katastrophe

Flughafen - Der Hergang des Beinahe-Unglücks einer Boeing 777-300 am 3. November 2011 auf der Südbahn des Flughafens München ist untersucht. Es begann mit einer plötzlichen Absenkung der linken Tragfläche.

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Flughafen: Boeing 777 schießt über Landebahn hinaus

Es war eine schwere Störung. Zu diesem Schluss kommt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig in ihrer Bewertung. Dennoch: In den Mittagsstunden des 3. November ist lediglich Flurschaden entstanden, alle 143 Passagiere sowie 15 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt und an der Boeing 777-300 der Singapore Airlines trat kein Schaden auf.

Zu der Störung könnte es nach Auffassung der BFU folgendermaßen gekommen sein: Zunächst steuerte der Copilot (35 Jahre und 3700 Flugstunden) die Maschine von Manchester ins Erdinger Moos. Aufgrund des Wetterberichts musste der Pilot (45 Jahre und 12 400 Stunden) übernehmen. Schließlich entschied man sich für einen „automatischen Anflug mit automatischer Landung“, sprich per Autopilot. Um 12.08 Uhr erteilte die Flugsicherung die Landefreigabe.

Bilder: Boeing schießt übers Ziel hinaus

Über die Momente danach heißt es in dem Bericht, dass sich die linke Tragfläche der Boeing 777 zirka 30 Fuß über der Landebahn auf einmal langsam nach links gesenkt habe. In der Folge setzte die Maschine zuerst mit dem linken Hauptfahrwerk auf. Die Auswertung des Flugschreibers ergab, dass der in diesem Moment aufgeschaltete Autopilot in den „Rollout mode“ übergegangen sei. Dieses Verfahren soll eine Maschine in der Bahn-Mitte halten.

Knapp 500 Meter hinter der Landebahnschwelle, heißt es bei der BFU weiter, habe sich das Flugzeug auf den linken Rand der Bahn zubewegt und diesen schließlich überfahren. In diesem Moment müssen seitens der Piloten die Seitenruderpedale getreten worden sein, denn der Autopilot schaltete sich selbsttätig ab. „Das Flugzeug rollte zirka 400 Meter in einer schwach gekrümmten Rechtskurve nördlich der Piste über Gras, bevor es im Bereich der Einmündung eines Rollwegs wieder auf die Landebahn zurückkehrte und diese kreuzte. Das Flugzeug kam südlich der Landebahn im Gras zum Stehen.“

Der Pilot gab bei der BFU an, es habe keinerlei Systemwarnungen an Bord gegeben. Er habe noch einmal durchstarten wollen. Die Maschine habe aber nicht (mehr) reagiert. Der Flugschreiber soll kein Anzeichen für das Einleiten eines Durchstartens verzeichnet habe. Entsprechende Versuche und Geräusche sind aber auf der Sprachbox des Cockpits enthalten.

Hans Moritz

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