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Studentin (25) wird bei Bergunfall schwer verletzt – Wandergruppe aus München muss alles mit ansehen

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Von: Thomas Eldersch

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Schwerer Unfall an der Brecherspitz.
Schwerer Unfall an der Brecherspitz. © Markus Leitner/dpa/Symbolbild

Bei einer Wandertour am Schliersee stürzte eine französische Touristin und verletzte sich schwer. Sie musste mit einem Helikopter ins Tal geflogen werden.

Schliersee – Der Unfall am Brecherspitz nahe dem Schliersee ereignete sich am Freitagnachmittag. Die verunglückte Studentin war mit einer Wandergruppe unterwegs. Auf einem Schneefeld verlor die 25-Jährigen den Halt und rutschte gut 100 Meter in die Tiefe. Dort blieb sie schwer verletzt liegen.

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Bergunglück am Schliersee: Frau verliert auf Schneefeld den Halt

Gegen 15.30 Uhr war die 17-köpfige, internationale Wandergruppe am Brecherspitz unterwegs. Sie kamen zuvor aus München an den Schliersee. Unter ihnen auch die 25-jährige Studentin aus Frankreich. Wie die Polizei Miesbach in ihrem Pressebericht schreibt, waren sie gerade an der Freudenreichkapelle angekommen und wollten weiter in Richtung Anklam. Auf einem etwa 35 Grad steilen Schneefeld verlor die junge Frau den Halt und rutschte ab.

Etwa 100 Meter tiefer kam die Studentin an einer Latsche zum liegen. Sie zog sich bei dem Sturz schwere Verletzungen zu. Ihre Begleiter riefen umgehend den Rettungsdienst. Die Bergwacht Schliersee machte sich mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ auf den Weg. Die junge Wanderin wurde umgehend in ein nahegelegenes Klinikum geflogen. Weiter heißt es: „Die Aufnahme des Unfalles erfolgte durch Beamte der Polizeiinspektion Miesbach in Zusammenarbeit mit einem Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe Rosenheim.“

Bergunglück am Schliersee: Polizei warnt unerfahrene Wanderer

Als Folge des Unfalls sah sich die Polizei gezwungen, noch einmal einen dringenden Hinweis an andere Wandergruppen abzugeben. „Die seit einiger Zeit im Internet als Wandertour „Dürnbachwand“ bekannte Route auf die Brecherspitz wird vermehrt von teils unerfahrenen Wanderern und Touristen begangen“, heißt es von den Beamten. Bei dem Weg handle es sich allerdings um eine schwere Bergtour in teils ausgesetztem, schwer begehbaren Gelände. Die Polizei rät deshalb, die Tour nur zwischen Juni und Oktober zu machen. Ansonsten drohen – wie in dem aktuellen Fall – Schneefelder. (tel)

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