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Neuers ambitionierte Bau-Pläne in den Bergen: Erster Rückschlag für FC-Bayern-Star

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FC Bayern München Torwart Manuel Neuer will das Forsthaus Valepp pachten
Manuel Neuer will das Forsthaus Valepp pachten. (Montage) © Norbert Schmidt/IMAGO/tp

Der Fußballstar vom FC Bayern ist in die Sanierungspläne für das Forsthaus Valepp involviert. Noch sind aber einige Hürden zu überwinden.

Tegernsee/Valepp – Till Schweiger am See, Manuel Neuer in den Bergen? So könnte es kommen. Bei den jüngst im Schlierseer Bauausschuss vorgestellten Plänen für das Forsthaus Valepp (wir berichteten) sitzt der FC-Bayern-Torwart und Tegernseer Bürger mit im Boot. Dies berichtet die Bunte und entspricht Informationen der Tegernseer Zeitung/Münchner Merkur. Am Gerücht, Neuer und sein Geschäftspartner hätten das Anwesen bereits gekauft, ist derweil nichts dran.

Staatsforsten vergeben Forsthaus Valepp in Erbpacht

Tatsache ist: Die Bayerischen Staatsforsten als Eigentümerin suchen schon lange nach einer Lösung, um das seit Jahren leer stehende Haus wieder mit Leben zu füllen. Nachdem eine simple Pacht und andere Lösungen gescheitert waren, kam das Erbbaurechtsmodell ins Spiel. Das erlaubt dem Pächter, eigene Ideen zu verwirklichen, der Grund und Boden bleibt derweil im Besitz des Freistaats, und das gesamte Anwesen fällt nach der Vertragslaufzeit zurück an den Eigentümer.

Weil das Gebäude, Baujahr 1841, aber denkmalgeschützt ist, sind der Fantasie des Erbpachtnehmers Grenzen gesetzt. Und auch die Gemeinde Schliersee, auf deren Hoheitsgebiet das Forsthaus steht, hat ein Wörtchen mitzureden, nämlich in Sachen Baurecht. Das bisherige Vorhaben hat den Bauausschuss noch nicht zu einem Ja bewegen können. Hier müssen Neuer und sein Kompagnon noch Überzeugungsarbeit leisten. Die Sorgen der Schlierseer betrafen allgemein das Thema Denkmalschutz, das Konzept und ein paar bauliche Details. Den Ausschussmitgliedern wurden im Vorfeld der Entscheidung übrigens keine Namen genannt.

FC-Bayern-Torwart Manuel Neuer an Berggasthof interessiert

Bei besagtem Bewerber handelt es sich um Johannes Rabl, der unter anderem in Tegernsee den Leeberghof betreibt. Sorgen der Schlierseer, in der Valepp könnte ein Hotel oder eine exklusive Eventgastronomie entstehen, will er entgegentreten. „Wir verfolgen für das Berggasthaus ein kulturhistorisches Konzept, das der Valepp gerecht wird – mit ihren Traditionen und ihrer Historie.“ Den denkmalgeschützten Bereich wolle man „originalgetreu herrichten“. Das Forsthaus solle wieder das werden, was es immer schon war: „Ein Berggasthof im besten Sinne, ein Ort der Begegnung, an dem sich Schlierseer und Tegernseer treffen und Urlauber aus nah und fern.“

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Für den Gastrobereich braucht es ein Nebengebäude

Um modernen Ansprüchen – und das geht bei Hygienevorschriften los – gerecht zu werden, müssten Teile des gastronomischen Bereichs aber separat geplant werden. Dafür braucht es ein Nebengebäude. Bei den weiteren Schritten möchte Rabl alle Seiten eng einbinden, von den Behörden bis hin zum Bund Naturschutz. Als weitere Stichwörter nennt er Regionalität, Nachhaltigkeit und Klimaneutralität.

Steht seit Jahren leer: das Forsthaus Valepp. Über die Pläne von Manuel Neuer und seinem Partner wird demnächst wieder beraten.
Steht seit Jahren leer: das Forsthaus Valepp. Über die Pläne von Manuel Neuer und seinem Partner wird demnächst wieder beraten. © THOMAS PLETTENBERG

Bevor Neuer & Co. den Zuschlag erhalten, schauen Behörden und Gemeinde nochmal genau hin

Trotz des abgelehnten Vorbescheids sind Neuer und seine Partner noch längst nicht aus dem Spiel. Als Nächstes kommen Gemeinderäte, Fachbehörden und Staatsforsten am derzeit tief eingeschneiten Forsthaus zusammen und beraten über das Vorhaben. Allen Seite ist daran gelegen, dass das Forsthaus innerhalb eines „sensiblen, naturverträglichen Konzepts“ wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Passt es seitens der Staatsforsten und sagen die Baubehörden Ja, könnte es mit einem Vertrag noch im Frühjahr was werden. dak

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