Puchheimer bei Dachau verunglückt

Zu schnell gefahren: Motorradfahrer (23) stirbt

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Dachau/Puchheim - Tragischer Unfall zwischen Dachau und Karlsfeld: Ein 23-Jähriger Motorradfahrer ist Donnerstagfrüh auf der B 304  tödlich verunglückt. An genau der gleichen Stelle war schon vor zwei Jahren ein Motorradfahrer ums Leben gekommen.

„Eine gefährliche Kurve, wenn man zu schnell ist, die macht nochmal einen richtigen Knick“, kommentierte ein Facebook-User den tödlichen Unfall. Doch dass überhöhte Geschwindigkeit die Ursache für den tödlichen Unfall ist, scheint unwahrscheinlich. Der 23-jährige Motorradfahrer aus Puchheim war gestern gegen 5.45 Uhr auf der B 304 in Richtung Karlsfeld unterwegs, als er die Kontrolle über seine Kawasaki verlor und stürzte.

Der junge Mann fuhr laut Zeugenaussagen mit seiner hochmotorisierten Kawasaki Z 1000 von der B 471 in die B 304 in Richtung Karlsfeld ein und beschleunigte stark. Etwa 150 Meter vor der Ampelkreuzung, als er auf der linken Spur fuhr, verlor er die Kontrolle über sein Motorrad, kam dabei nach rechts von der Straße ab und prallte gegen die Leitplanke. Der Verunglückte wurde ins Krankenhaus Dachau eingeliefert, wo er kurz darauf verstarb.

Warum der 23-Jährige die Kontrolle über seine Maschine verlor, ist bisher unklar. Nach bisherigem Ermittlungsstand kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Die verständigte Staatsanwaltschaft München II gab zur Klärung des genauen Unfallgeschehens ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag.

„Ob der Mann tatsächlich schneller als die erlaubten 100 Stundenkilometer gefahren ist, ist nicht sicher“, sagt Polizeihauptmeister Benno Rossol. Immer wieder gibt es Beschwerden von Verkehrsteilnehmern, dass auf diesem Stück der B 304 zu schnell gefahren werde, darum führt die Polizei seit einigen Monaten verstärkt Radarkontrollen durch, so Rossol. Doch von überhöhter Geschwindigkeit gehe die Polizei bei diesem Unfall nicht aus.

Wenige Meter von der Unfallstelle entfernt steht ein Marterl, das an Dmitrijus D. erinnert. Der 34-jährige Motorradfahrer aus München war am 24. März 2011 an der gleichen Stelle ums Leben gekommen. Der Dukati-Fahrer kam ohne Fremdeinwirkung nach rechts von der Straße ab und aufs Bankett – das berichtete eine Zeugin später der Polizei. Dadurch geriet der Münchner ins Schleudern, stürzte und prallte gegen die Leitplanke. Der Kradfahrer war sofort tot. Die Unfallursache war auch hier unklar.

Nach dem Unfall gestern Früh musste die rechte Spur der B 304 in Richtung Karlsfeld rund drei Stunden lang gesperrt werden, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Für die Sicherungsmaßnahmen und die Fahrbahnreinigung war die Feuerwehr Dachau vor Ort. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf rund 8500 Euro.

Motorradfahrer (23) bei Dachau verunglückt

Motorradfahrer (23) bei Dachau verunglückt

no

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