Das sagt die Bahn

Schon wieder: Zug überfüllt - Fahrgäste bleiben draußen

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Mit 20-minütiger Verspätung trifft die Regionalbahn um 12.09 Uhr in Weilheim ein. Der Zug ist wieder überfüllt, so dass einige Pendler auf die nächste Verbindung warten müssen. 

Weilheim - Wieder in Weilheim. Wieder dieselbe Zugverbindung. Etliche Pendler standen am heutigen Mittag wieder vor einer überfüllten Regionalbahn nach München. Sie mussten mangels Platz den nächsten Zug nehmen.

Zum zweiten Mal an zwei aufeinanderfolgenden Tagen standen Fahrgäste am Weilheimer Bahnhof im Schneetreiben vor einem randvollen Zug. Als die Regionalbahn nach München (Abfahrt laut Plan um 11.49 Uhr) mit 20-minütiger Verspätung auf Gleis 1 eintraf, war der Zug randvoll. Fahrgäste standen bereits an den Türen (siehe Foto). Einige Pendler schoben sich noch in den Zug. Für andere war kein Platz mehr. Sie mussten den nachfolgenden Zug nach München nehmen, der um 12.18 Uhr auf Gleis 2 startete. Immerhin fuhr dieser pünktlich los.

Fast dasselbe Chaos wie am Vortag: Auch am Montag war die Regionalbahn bereits brechend voll, als sie um 11.49 Uhr in Weilheim eintraf. An diesem Tag wurden die Pendler bereits am Bahnsteig auf die Überfüllung hingewiesen - und ihnen empfohlen, auf die nächste Verbindung nach München auszuweichen. Am Dienstag war zumindest Platz für einige der am Bahnsteig wartenden Pendler.

Die überfüllte Regionalbahn war nur mit einem Triebwagen unterwegs.

"Das Zugpersonal in der betroffenen Regionalbahn hat uns diesen Vorfall bestätigt", erklärt ein Bahn-Sprecher am Dienstagnachmittag auf Anfrage unserer Onlineredaktion. "Es handelte sich um einen ungewöhnlichen Andrang für diese Tageszeit." Der Grund laut Bahn: "Wir erklären es uns den Andrang damit, dass zu diesem Zeitpunkt ungewöhnlich viele Menschen nach München zum Einkaufen fahren." Wegen des schlechten Wetters habe es wohl viele Menschen aus dem Werdenfels in die Landeshauptstadt gezogen. Grundsätzlich wäre es aber auch am Dienstag besser gewesen, die Pendler am Bahnsteig in Weilheim vorab per Lautsprecherdurchsage auf die Überfüllung hinzuweisen.

Allerdings verweist der Bahn-Sprecher auch darauf, dass die Zugverbindungen von Weilheim nach München und umgekehrt zeitlich nicht weit auseinanderliegen. "Seit dem Fahrplanwechsel fahren 30 Prozent mehr Züge auf dieser Strecke als noch 2013. Diese Verbindung zwischen Weilheim und München ist fast schon auf S-Bahn-Niveau."

Die Bahn geht davon aus, dass die überfüllten Züge zur Mittagszeit von Weilheim nach München "kein Dauerzustand sind". Wenn es viele Menschen kurzfristig wegen des Wetters von Garmisch-Partenkirchen nach München ziehe, tue sich die Bahn schwer, spontan einen Zug zu verlängern. "So etwas benötigt mindestens eine Stunde Vorlaufzeit", betont der Bahn-Sprecher. Für das zu erwartende hohe Fahrgastaufkommen zwischen München und Garmisch-Partenkirchen beim Neujahrsspringen am 1. Januar sei die Bahn aber gerüstet. "Wir haben dann zwölf Züge zusätzlich im Einsatz."

Was die Mittagsverbindung von Weilheim nach München angeht, so will die Bahn nun beobachten, ob sich die Überfüllung bald wieder legt.

fro

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