Mehrere Hundebesitzer melden sich

Verwirrung nach „Panther“-Begegnung: War es diese Dogge - oder doch ein ganz anderer Hund?

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Hätten es sein können: Thomas Kraus aus Hohenfurch mit seiner Doggen-Dame Naima.

Am Sonntag meldete eine Schongauerin voller Sorge einen umherstreifenden Panther in der Nähe des Wasserturms. Am Montag stellte sich heraus: Es hat sich wohl um einen Hund gehandelt. Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende.

Schongau – Der vermeintliche Panther, den eine Schongauerin Sonntagmittag in der Nähe des Wasserturms gesehen haben will, ist entweder eine große, schwarze Dogge oder ein rasierter Neufundländer. Dieser Hundebesitzer hatte sich direkt mit der Polizei in Verbindung gesetzt. Die Angaben würden genau mit den Aussagen der jungen Frau übereinstimmen, so ein Polizeisprecher.

Der Doggen-Besitzer, Thomas Kraus, war online auf den Artikel in den Schongauer Nachrichten gestoßen und meldete sich. Im Gespräch bestätigt der Hohenfurcher, dass er etwa zur besagten Zeit in diesem Bereich mit seiner Dogge Naima spazieren war. Auch die Beschreibung der Örtlichkeiten könnte passen, ein paar hundert Meter von der St. Ursula Kapelle entfernt steht ein Stadel, an dem Kraus seinen Wagen abgestellt hatte und an dem Michelle Altieri den „Panther“ entdeckt haben will. Nachdem sie das Foto der Dogge gesehen hat, ist sie sich nicht ganz sicher. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das Tier weiße Pfoten und eine weiße Schwanzspitze hatte“, aber auf die Entfernung sei es durchaus möglich, dass sie dieses Tier gesehen habe.

Der Hund hat 80 cm Schulterhöhe

Diese Hundedame heißt Naima und ist etwa ein Jahr alt, wie der Besitzer verrät, der die Dogge als dreimonatigen Welpen bekommen hat. Weil er selbst nicht wusste, wie groß das Tier ist, nahm er einen Meterstab zur Hand: Naima hat 80 Zentimeter Schulterhöhe plus Kopf – ein mächtiges Tier, und noch nicht ausgewachsen. „Jetzt sind wir wohl bekannter als jeder schwarze Panther“, schmunzelte der Hohenfurcher.

Die Schongauerin war am Sonntag sehr um die Sicherheit der Spaziergänger und Sportler in der Region besorgt gewesen und hatte den Vorfall der Polizei gemeldet. Die Beamten waren nicht nur vor Ort, um zu überprüfen, ob eventuell ein streunender Hund unterwegs ist, sondern verfolgten die Spur auch am Montag weiter. Nach einem Gespräch mit dem zuständigen Revierjäger gab es die erste Entwarnung: „In dem Bereich ist im letzten Jahr kein Wildtier gerissen worden.“ Der Beamte hat außerdem mit dem Veterinäramt gesprochen, das einen möglichen Panther definitiv ausschloss. Weder werde einer in den umliegenden Zoos gehalten noch bei einem Zirkus. „Auch die Halter von anzeigepflichtigen Tieren, die in Frage kommen, wurden überprüft“, so der Polizeisprecher. „Damit war klar, dass es sich um einen großen Hund handeln muss.“

Oder war es doch ein rasierter Neufundländer?

Ein Hundebesitzer aus der Region hat sich dann offensichtlich von sich aus bei der Polizei Schongau gemeldet, um das Missverständnis aufzulösen. Bei dem Tier handelt es sich um einen schwarzen Neufundländer, der vor Kurzem rasiert wurde und daher ein etwas ungewöhnlich Aussehen habe. 40 Kilo wiege das mächtige Tier, das aber ohne Fell derzeit etwas filigraner wirke.

Was den Polizeisprecher ärgert, sind Online-Kommentare zum SN-Artikel wie etwa von „Querdenk“: Der Unser schreibt, „die Polizei gehört abgewatscht“. Selbstverständlich habe man gehandelt. „Es interessiert uns sehr wohl, wenn ein frei laufendes großes Tier unterwegs ist, nichts zu tun, wäre die schlechteste Variante.“

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