Riesen-Schreck

Alles abgeriegelt: Bombenalarm im LRA Freising

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Die Polizei hat das Landratsamt in Freising abgeriegelt.

Freising - Im Freisinger Landratsamt ging kurz Belagerungszustand herrschte am Freitag rund ums Freisinger Landratsamt: Dort war gegen Mittag eine Bombendrohung für den Neubau-Komplex entdeckt worden.

Es hätte nur noch eine Stunde gedauert, dann wären die Mitarbeiter des Freisinger Landratsamts ohnehin in ihr Wochenende gestartet. Doch als um kurz nach 11 Uhr eine E-Mail von Landrat Michael Schwaiger an die komplette Belegschaft geht, ist mit einem Schlag Feierabend: Wegen einer anonymen Bombenwarnung ordnet der Chef die sofortige Räumung des Gebäudes an. Kurz zuvor war ein Zettel mit einer entsprechenden Drohung an der Fassade des Landratsamts entdeckt worden. Während sich Mitarbeiter der Behörde überzeugen, dass auch alle Büros, Geschäfte und Wohnungen des Komplexes geräumt sind, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an. 

Bombenalarm im Landratsamt Freising

Bombenalarm im Landratsamt Freising

Im Nu wimmelt es nur so von Einsatzfahrzeugen und Uniformierten. Während die verwunderten Beschäftigten hinter der Absperrung rätseln, was eigentlich los ist, kreist über dem Areal schon ein Helikopter und Spürhunde durchsuchen jeden Winkel. „Ein Polizist kam zu uns in die Bank und sagte etwas von einer Bombe und dass wir sofort raus müssen“, erzählt Anneliese Becker (57) von der Neustifter Sparkassenfiliale, die sich auch im Gebäude befindet. Mit ihrer Kollegin Anna Paulus (21) steht sie etwas ratlos auf dem Landratsamtsparkplatz. Neben ihr sind etwa 40 Evakuierte versammelt, viele tippen eifrig in ihre Handys oder telefonieren mit Angehörigen. Auch die Stände am Neustifter Wochenmarkt werden von der Polizei geschlossen. Für die Marktleute ein Ärgernis: Einige Kunden weichen notgedrungen auf Supermärkte aus. Im Innenhof steht Landrat Michael Schwaiger mit ernster Miene am Auto des Einsatzleiters, gemeinsam studiert man die Geschoßpläne. Schwaiger ist froh, dass das Personal ruhig geblieben ist und alle draußen sind. Die Schäferhunde durchforsten mit ihren Spürnasen nicht nur den betroffenen Neubau, sondern sämtliche Teile des Landratsamtgebäudes. Doch überall Fehlanzeige. Kurz vor 13 Uhr folgt dann die letzte Suche in der Tiefgarage: nichts. Die Sperrung wird nach zwei Stunden aufgehoben, die Menschen atmen auf. Die Polizei rückt wieder ab, doch die Fahndung der Kripo läuft weiter. Wird der unbekannte Täter gefasst, erwartet ihn eine empfindliche Strafe: Für die „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ drohen bis zu drei Jahre Freiheitsentzug oder Geldstrafe.

Armin Forster und Wolfgang Schnetz

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