Schreckliches Familiendrama

Vater bringt sich und seinen Sohn (11) um

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Hier hat sich das schreckliche Familiendrama ereignet.

Neufinsing - Ein schreckliches Familiendrama hat sich in Neufinsing ereignet. Ein Mann hat sich und seinem elfjährigen Sohn das Leben genommen.

Das Mehrfamilienhaus liegt in einer ruhigen Stichstraße unweit der Staatsstraße 2082 Erding – Kirchheim. Rundherum viel Grün, ein gepflegter Garten mit einem Liegestuhl auf der Terrasse. Die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel. Nur die vielen Streifenwagen und Zivilfahrzeuge der Kripo sind der Beweis, dass am Lindenweg in Neufinsing (Kreis Erding) etwas Schreckliches passiert sein muss. Ein 41 Jahre alter Vater hat seinen elfjährigen Buben mit in den Tod genommen.

Ersten Erkenntnissen zufolge liegt eine zweifache Selbsttötung, ein sogenannter erweiterter Suizid vor. In der Wohnung finden die Kriminaler einen Abschiedsbrief. Darin soll von schweren familiären Problemen die Rede sein. Die Nachbarn reagieren fassungslos. Auch den Ermittlern geht der Tod des Kindes, das in Kürze zwölften Geburtstag gefeiert hätte, nahe. Am Dienstagmittag werden Polizei, Rettungsdienst und Notarzt zur Hausnummer 5 gerufen. In der Wohnung finden sie Vater und Sohn. Beide sind tot, beide weisen keine äußeren Spuren von Gewalt auf. Sofort keimt der Verdacht auf, sie könnten an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben sein – Tod durch Ersticken.

Aus dem schrecklichen Verdacht wird traurige Gewissheit

Haus und Garten werden weiträumig abgeriegelt, das Mordkommissariat der Kripo Erding und die Staatsanwaltschaft Landshut nehmen die Ermittlungen auf. Nur sehr spärlich dringen Informationen nach außen. Nach Recherchen des Erdinger Anzeigershaben die beiden am Wochenende noch gelebt. Von einem Telefonat mit der Lebensgefährtin am Sonntag als letztes Lebenszeichen ist die Rede. Ans Licht kommt die Tragödie angeblich, weil der Bub am Montag und Dienstag nicht zur Schule gekommen ist – unentschuldigt. Die Polizei wird gerufen. Aus dem schrecklichen Verdacht wird traurige Gewissheit.

Bilder: Schreckliches Familiendrama in Neufinsing

Peter Grießer, Sprecher des Polizeipräsidiums in Ingolstadt, sagt auf Anfrage: „Wir gehen nicht von Fremdeinwirkung aus. Es gibt keinen Hinweis auf ein Verbrechen.“ Wie der Erdinger Anzeiger erfuhr, lebte die Freundin des Vaters nicht in der Wohnung. Sie wurde vom KIT der Malteser betreut. Offen ist, wo sich die Mutter des Buben zum Zeitpunkt des Todes aufhielt. Grießer berichtet weiter, dass eine Obduktion beider Toten angeordnet worden sei. Am späten Nachmittag wurden sie von einem Leichenwagen abgeholt.

Hans Moritz

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