Dachauer Killer Rudolf U.: Sein blinder Hass

Dachau - Er hat die Bluttat am Dachauer Amtsgericht zu verantworten: Wegen Mordes und dreier versuchter Morde hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Todesschützen, Rudolf U., erhoben.

Er wollte nicht nur den Staatsanwalt töten. Auch der Richter sollte sterben. Dass er dabei auch seine Anwältin und den Protokollführer in Lebensgefahr gebracht hat, war ihm völlig egal: Diffuse Rachegelüste waren das Motiv des Dachauer Mordschützen Rudolf U. (54), der am 11. Januar im Dachauer Amtsgericht den Staatsanwalt Tilman Turck (31) erschoss. Nun hat die Staatsanwaltschaft München I Anklage wegen Mordes und versuchten Mordes in drei Fällen gegen den ehemaligen Transportunternehmer erhoben. 

Bluttat in Dachau: Staatsanwalt (31) stirbt

Bluttat in Dachau: Staatsanwalt (31) stirbt - rechts die Anwältin des Angeklagten © dn
Bluttat in Dachau: Staatsanwalt (31) stirbt
Bluttat in Dachau: Staatsanwalt (31) stirbt © dpa
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Bluttat in Dachau: Staatsanwalt (31) stirbt © Joergensen/Sueddeutsche Zeitung/dapd
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Rudolf U. machte stets andere für seine verkrachte Existenz verantwortlich. Ein unbeherrschter, frustrierter Mann, der an jenem Januar-Tag wegen Veruntreuung von Arbeitsentgelten in 55 Fällen in Dachau vor Gericht stand.

Niemand ahnte, dass er eine mit sieben Schuss geladene Pistole bei sich trug, die in der Jackentasche steckte. Nach Schilderung von Oberstaatsanwältin Nicole Selzam zog er während der Urteilsverkündung die Waffe, feuerte zweimal auf Staatsanwalt Turck. Tödlich getroffen brach er zusammen.

Richter Lukas Neubeck, Rechtsanwältin Petra D. und Justizobersekretär D. warfen sich in Todesangst unter den Richtertisch. Das rettete ihnen das Leben. Vier Mal feuerte U. in Richtung Richtertisch, bevor er von zwei mutigen Zeugen überwältigt wurde. Gegenüber Polizisten erklärte U., er habe auch den Richter töten wollen.

Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

Dorita Plange

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