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Schwarzbauten-Abriss: Stadt reagiert auf Vorschlag von Söder-Regierung

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Von: Carl-Christian Eick

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Schwarzbauten Wolfratshausen Isarspitz
Der Abriss von drei Einfamilienhäusern im Wolfratshauser Stadtteil Weidach rückt näher. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Die Staatsregierung schlägt vor, die Schwarzbauten in Wolfratshausen im Nachhinein zu legalisieren. Nun gibt‘s die Antwort vom Bürgermeister.

Wolfratshausen – Der Ausschuss für Eingaben und Beschwerden des Bayerischen Landtags hat die Schwarzbauten am Isarspitz im Stadtteil Weidach kurzfristig von der Tagesordnung genommen (wir berichteten). Laut dem CSU-Landtagsabgeordneten Benjamin Miskowitsch aus dem Stimmkreis Fürstenfeldbruck – er ist Berichterstatter im sogenannten Petitionsausschuss – gibt es noch einige „offene Abstimmungspunkte“ zwischen dem Landratsamt in Bad Tölz und der Stadt Wolfratshausen. Eine zentrale Frage hat die Kommune nun beantwortet.

Schwarzbauten: So reagiert die Stadt Wolfratshausen auf Vorschlag der Söder-Regierung

An den Ausschuss gewandt hatte sich zunächst der Eigentümer der drei Einfamilienhäuser am Isarspitz 24, 24a und 25. Die Gebäude sind laut Kreisbauamt allesamt Schwarzbauten – und sollen bis zum 1. Oktober wieder abgerissen werden. Vor diesem Hintergrund hatte sich der Bauherr aus Geretsried beim Petitionsausschuss über das Landratsamt in Bad Tölz beschwert. Inzwischen ersucht auch eine sechsköpfige Familie, die eines der Häuser am Isarspitz gemietet hat, um Hilfe beim 14-köpfigen Ausschuss für Eingaben und Beschwerden.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner
Klaus Heilinglechner: Der Wolfratshauser Bürgermeister sowie das Gros der Stadträte lehnen es ab, die Schwarzbauten im Nachhinein zu legalisieren. © Archiv

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Erst nach der parlamentarischen Sommerpause, so Berichterstatter Miskowitsch gegenüber unserer Zeitung, stehe das Thema wieder auf der Agenda der Landespolitiker. Bis dahin müssten die „offenen Abstimmungspunkte“ zwischen dem Landratsamt und der Loisachstadt geklärt sein.

Auf Anfrage teilt die Pressesprecherin der Kreisbehörde, Marlis Peischer, mit: „Die Sachlage ist aus Sicht des Landratsamtes klar. Nachdem der einzig mögliche Weg zur Legalisierung eine Bauleitplanung der Stadt ist, hat das Kreisbauamt die Stadt Wolfratshausen um schriftliche Aussage gebeten, ob eine Bereitschaft dazu besteht.“ Denn: Die Kommune könnte die Schwarzbauten, die im Außenbereich errichtet worden sind, im Nachgang durch die Aufstellung eines Bebauungsplans legalisieren.

Schwarzbauten in Wolfratshausen: Staatsregierung schlägt nachträgliche Legalisierung vor

Genau den Vorschlag machte die Bayerische Staatsregierung bereits. Doch dieses Ansinnen lehnen fast alle der 24 Stadträte kategorisch ab. Das hat Bürgermeister Klaus Heilinglechner in persönlichen Gesprächen mit den Vorsitzenden der fünf Fraktionen ausgelotet.

Nun wird der Rathauschef das Landratsamt auch offiziell davon in Kenntnis setzen, dass die Stadt nichts unternehmen wird, um Verbotenes mittels Bauleitplanung im Nachgang zu gestatten. Auf Nachfrage stellt Heilinglechner fest: „Die Mitglieder des Stadtrates haben ihre Meinung bezüglich der Legalisierung nicht geändert. Eine schriftliche Antwort wird dementsprechend gerade für das Landratsamt vorbereitet.“ (cce)

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