Nach Einsatz der Bundespolizei

Schwarzfahrer fährt ein: Mann (29) muss ins Gefängnis

Über 3200 Euro Strafe hat sich ein 29-Jähriger aus Freising wegen Schwarzfahrens eingebrockt. Weil der Mann, der ursprünglich aus dem Kongo stammt, den Betrag nicht aufbringen konnte, ist für ihn der nächste Halt die Justizvollzugsanstalt in München.

Freising/München – Diese Fahrt nach München war für ihn gratis: Am Dienstagnachmittag überraschten Bundespolizisten den Schwarzfahrer in seiner Unterkunft in Freising. Die Beamten forderten von dem 29-Jährigen, der per Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Landshut gesucht worden war, exakt 3246,75 Euro. Das ist die Höhe der Geldbuße, die dem Mann aus dem Kongo aufgebrummt worden war – 2800 Euro wegen Erschleichens von Leistungen plus 446,75 Euro Verfahrenskosten. Da der Mann nicht zahlen konnte, musste er ersatzweise eine Freiheitsstrafe antreten. 140 Tage verbringt er nun in der Justizvollzugsanstalt in München.

Wie oft der Kongolese beim Schwarzfahren erwischt wurde, war aus Datenschutz- Gründen nicht zu erfahren. Polizeisprecherin Petra Wiedmann betonte jedoch, dass das Bußgeld nichts mit den Geldstrafen zu tun habe, die die Bahn verhänge. „Das sind zivilrechtliche Belange.“ Wäre dem so, hätte der Mann angesichts der 60 Euro, die von der DB pro Schwarzfahrt gefordert werden, fast 50 Mal erwischt werden müssen. Ganz unerheblich kann die Leistungserschleichung aber nicht gewesen sein, wie Wiedmann ebenfalls sagte: „Denn dieser Betrag ist schon ungewöhnlich hoch.“

Rubriklistenbild: © dpa

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