Sechsjährige fällt mitten in der Nacht vier Stockwerke tief

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Die Feuerwehren Erding und Langengeisling leuchteten für den Hubschrauber einen Landeplatz aus. 

Langengeisling - Eine Drama hat sich in der Nacht auf Freitag in Langengeisling ereignet. Ein sechs Jahre altes Mädchen war gegen 2.15 Uhr aus einem Fenster im dritten Stock gestürzt.

Sie fiel über zwölf Meter tief in den betonierten Schacht einer offenen Kellertreppe. Die Fallhöhe zog sich also über vier Etagen.

Der Unfallhergang ist derart merkwürdig, dass noch in der Nacht der Kriminaldauerdienst der Kripo Erding die Ermittlungen übernahm. Besonders seltsam: Die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte waren zum Unfallzeitpunkt wohl nicht zu Hause. Angeblich waren sie kurz weg, um an einer 24 Stunden geöffneten Tankstelle einzukaufen.

Nachbarn und Mutter alarmierten gegen 2.30 Uhr die Integrierte Leitstelle Erding, die sofort einen Rettungswagen und einen Notarzt entsandte. Zugleich wurde der Rettungshubschrauber Christoph München aus Großhadern angefordert. Die Feuerwehren Erding und Langengeisling leuchteten einen Landeplatz aus.

Zunächst musste vom Schlimmsten ausgegangen werden, nämlich von schwersten inneren Verletzungen und Blutungen sowie einer Fraktur der Wirbelsäule. Die Kleine, die während der Erstversorgung ansprechbar war, wurde in die Kinderklinik nach Schwabing geflogen. Dort stellte sich gottlob heraus: Die Blessuren sind zwar schwer, aber nicht mehr lebensbedrohlich. Unter anderem trug die Sechsjährige mehrere Knochenbrüche davon. Sie wird wohl keine bleibenden Schäden zurückbehalten. Warum das Mädchen auf auf die Fensterbank kletterte und das Fenster öffnete, ist unbekannt. Angeblich neigte die Sechsjährige zum Schlafwandeln.

Die Angehörigen wurden vom Malteser-Kriseninterventionsteam betreut. Die Mutter wurde zur Beobachtung ins Erdinger Krankenhaus eingeliefert. Alle Beteiligten warne vom Erlebten sichtlich gezeichnet.

(Hans Moritz)

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