Kripo prüft Zusammenhang

War die Sex-Bestie der Feuerteufel von Neuried?

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Vergewaltiger Matthias M. (links) – und der bizarr maskierte Feuerteufel von Neuried (rechts).

Herrsching - War Matthias M., die Sex-Bestie von Herrsching, auch der Feuerteufel von Neuried? Die Kripo prüft nun einen Zusammenhang.

Zwei Verbrechen erschütterten im Mai das südwestliche Umland von München: Ein skrupelloser Einbrecher, der die Wohnung einer schlafenden Rentnerin (64) in Neuried abfackelte. Und der Vergewaltiger von Herrsching, der nach der Tat sein wehrloses Opfer mit dem Auto überfuhr.

Jetzt prüft die Münchner Mordkommission, ob Matthias M. (Foto links) auch für den Einbruch von Neuried verantwortlich war – das erfuhr die tz aus Ermittlerkreisen!

„Wir prüfen, ob beide Taten zusammenhängen“, bestätigt Polizeisprecher Sven Müller auf Anfrage. Bei beiden Verbrechen gingen die Täter äußerst brutal vor. Der Einbrecher von Neuried war vollkommen skrupellos, als er am Abend des 1. Mai die Terrassentür einer Erdgeschosswohnung aufhebelte. Nachdem der Täter Schmuck und Geldbeutel erbeutet hatte, legte er an drei Stellen Feuer. Anschließend hob er mit der EC-Karte der Rentnerin in Stockdorf Geld am Automaten ab (Foto).

Die Mieterin, die ahnungslos in ihrem Bett schlief, hatte wie durch ein Wunder überlebt. Sie hatte einen lauten Knall gehört und sich in letzter Minute aus der Feuerhölle retten können. Sie kam mit einer schweren Rauchvergiftung ins Krankenhaus (tz berichtete). Ein paar Minuten länger im Qualm – und Hannelore K. wäre gestorben. Deshalb ermittelt jetzt die Mordkommission!

Keine drei Wochen später, am frühen Morgen des 18. Mai, zerrte Matthias M. in Herrsching (Ammersee) eine Studentin in den Kofferraum seines Autos, vergewaltigte die 25-Jährige in einem Wald. Anschließend überfuhr er sein Opfer. Lebensgefährlich verletzt konnte sich die Frau hunderte Meter weit zum nächsten Haus schleppen. Hier fand sie der Eigentümer und alarmierte Polizei und Rettungsdienst. Die Studentin überlebte nur durch eine Not-OP.

Die Sex-Bestie von Herrsching kann nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden. Er sprang nach der Tat in Trudering vor einen Zug. Wie sich herausstellte, war der 28-Jährige bei der Polizei bestens bekannt. Er hatte 130 Unterlagen – vor allem wegen Einbruchdiebstahls. Deswegen saß Matthias M. bis August 2013 mehrere Jahre im Gefängnis.

Gut möglich, dass Matthias M. nach seiner Haft wieder auf Einbruchstour gegangen war. Wollte er mit dem Feuer Spuren in der Wohnung vernichten? Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck an dem Fall.

JAM

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