Sextäter aus Dachau noch auf der Flucht

Wolfgang Dorf ist auf der Flucht. Er gilt als gewalttätig. 

Dachau/Mainkofen - Er ist gefährlich. Er ist auf der Flucht. Und er ist Dachauer. Seit vergangenem Samstag wird mit Hochdruck nach Wolfgang Dorf gefahndet.

1991 schlug der heute 46-jährige Wolfgang Dorf in der Landeshauptstadt zu. Nach Angaben der Polizei hatte er eine Taxifahrerin überfallen und diese, nachdem sie ihm kein Geld gab, brutal vergewaltigt. Doch das war nicht seine einzige Tat: Wenig später quälte er eine junge Frau stundenlang und vergewaltigte sie. Nach diesen schwerwiegenden Vergehen verurteilte ihn das Landgericht München zu fast neun Jahren Haft mit anschießender Sicherheitsverwahrung.

Am vergangenen Samstag gelang dem 46-jährigen Wolfgang Dorf die Flucht aus dem Bezirkskrankenhaus Mainkofen, wo er nach dem Therapieunterbringungsgesetz gerichtlich untergebracht war. Seitdem fahndet die Polizei mit Hochdruck nach ihm. Hundestaffeln und Hubschrauber sind im Einsatz. Durchaus möglich ist, dass er in seine Heimat Dachau zurückkehrt. Die Polizei der großen Kreisstadt ist deswegen aber nicht in erhöhter Alarmbereitschaft. „Bei uns läuft die ganz normale Fahndung wie bei anderen Polizeidienststellen auch“, erklärt Sprecher Michael Richter.

Bisher hat die Polizei überhaupt keine Anhaltspunkte, wohin Wolfgang Dorf geflüchtet sein könnte. Till Hauptmann von der PI Niederbayern betont, dass alle verfügbaren Kräfte im Einsatz sind. „Wer denkt, Dorf zu sehen, darf ihn auf keinen Fall ansprechen“, warnt Hauptmann. „Das einzig Richtige ist, die 110 zu wählen.“ (dn)

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