Prozess um Sicherheitsverwahrung

Sextäter nutzte Schlauchboot als Falle

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Am Heimstettener See lockte der Serien-Kinderschänder Walter M. eine Vierjährige ins Schlauchboot.

München - Tricks hat Walter M. (66) schon viele angewandt, um kleine Kinder in die Sex-Falle zu locken. Die Lieblingsmethode des grauhaarigen Serientäters: An Badeseen bot er kleinen Mädchen an, mit ihm Schlauchboot zu fahren.

Kaum war er aus der Sichtweite der Eltern gepaddelt, verging er sich an den Opfern! Seit Montag wird ihm der Prozess gemacht: Es geht um die Sicherungsverwahrung.

1975 verging sich Walter M. zum ersten Mal an einem Kind. Damals kam er noch mit einer Bewährungsstrafe davon, doch das Rückfall-Tempo wurde immer höher. Gefängnisaufenthalte und strenge Auflagen schreckten ihn nie ab. Seine bislang letzte Tat: Am 25. Mai 2011 lockte er am Heimstettener See ein vierjähriges Mädchen ins Schlauchboot. Die Mutter ahnte zunächst nichts Böses. Doch als der Täter ans andere Ufer fuhr, schwamm sie in Panik hinterher. Walter M. hatte bereits seinen Penis entblößt.

Vier Jahre und neun Monate Gefängnis kassierte Walter M. im Mai 2012 für diese Tat. Obwohl das Gericht von einer großen Wiederholungsgefahr ausging, wurde keine Sicherungsverwahrung verhängt. Auf Beschwerde der Staatsanwaltschaft hob der Bundesgerichtshof dieses Urteil teilweise auf: Es müsse sichergestellt werden, dass Walter M. nie wieder ein Kind missbrauchen kann!

E. Unfried

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