Sexueller Missbrauch an Kind nach 4 Jahren geklärt

Vaterstetten - Nach vier Jahren ist es der Erdinger Kripo jetzt gelungen, den sexuellen Missbrauch an einem neunjährigen Kind zu klären.

Das teilte das Polizeipräsdium Oberbayern-Nord am Freitag mit. Die Fahnder schnappten mithilfe eines DNA-Abgleichs einen 29-jährigen Münchener, der unter dringendem Tatverdacht steht.

Es war 2006, als das Mädchen in Vaterstetten von einem Mann sexuell missbraucht wurde. Das Kind befand sich am Sonntag, 24. September, gegen 12.30 Uhr auf dem Nachhauseweg, als es in einem Waldstück neben der Bahnlinie unvermittelt von dem Täter vom Fahrrad gestoßen und in der Folge körperlich angegangen wurde. Der Mann drohte der Neunjährigen, er werde sie umbringen, wenn sie Widerstand leiste. Er zwang sein Opfer, mit ihm in Richtung S-Bahnhof weiterzugehen. Nach Polizeiangaben von damals entkleidete sich der Mann unterwegs und forderte das Kind zu sexuellen Handlungen auf. Dieses wehrte sich und biss seinem Peininger in die Hand. Erst als sich eine Joggerin näherte, ließ der Mann von seinem Opfer ab und flüchtete.

Trotz eingeleiteter Sofortfahndung und intensiver Ermittlungen der Kriminalpolizei Erding konnte die Tat zunächst nicht geklärt werden. Allerdings hatte der Täter während seines grausamen Tuns Spuren hinterlassen, die ihn nun als mutmaßlichen Täter dieses Verbrechens identifizierten. Der Abgleich einer am Tatort sichergestellten DNA-Spur in der DNA-Datenbank führte zu dem heute 29-jährigen Mann. Seine Festnahme erfolgte am Freitag aufgrund eines durch die Staatsanwaltschaft München II erwirkten Haftbefehls. Beamte des Polizeipräsidiums München nahmen ihn in seiner Wohnung fest. Anschließend wurde er in Untersuchungshaft genommen.

Der Beschuldigten wurde 2009 vom Amtsgericht München wegen Beleidigung auf sexueller Basis zu einer Geldstrafe verurteilt. Aus diesem Grund war sein DNA-Muster in die Datenbank eingestellt worden.

Michael Acker

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