Fällungen am Parsberg

Sicherheit geht vor: Abholzaktion am Germeringer See

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Das Naturfreundehaus am Parsberg steht nach der Abholzaktion frei.

Das Naturfreundehaus oberhalb des Germeringer Sees steht seit einigen Tagen nicht mehr mitten im Wald. Aus Sicherheitsgründen wurde dort nach den Winterstürmen fast der gesamte Fichtenbestand abgeholzt.

Germering – Die Naturfreunde beschäftigen sich als Verband deutschlandweit mit Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur. In 600 Ortsgruppen sind über 70 000 Mitglieder aktiv und betreuen auch sogenannte Naturfreundehäuser in ganz Deutschland. Die Hütte der Ortsgruppe Pasing/Aubing steht am Parsberg oberhalb des See-Parkplatzes. Sie war bis jetzt rundum von Bäumen gesäumt. Das hat sich mit den jüngsten Winterstürmen geändert.

Wie Anita Ottmann vom Amt für Landwirtschaft, Erholung und Forsten (AELF) berichtet, haben die Naturfreunde die oberhalb des Hauses stehenden Fichten aus Sicherheitsgründen abholzen müssen. Die Entscheidung sei den Naturfreunde nicht leicht gefallen, erzählt Ottmann: „Sie haben lange darüber diskutiert.“ Aber letztlich sei es unausweichlich gewesen. Denn beim letzten Sturm sei eine Fichte umgefallen und sechs Meter neben dem Haus auf dem Boden gelandet. Ottmann: „Ein Baum einige Meter weiter und das wäre das Ende der Hütte gewesen.“ Weil sich im und am Haus immer auch Menschen aufhielten, sei sie heilfroh über die Fällung.

Da auch die benachbarten Waldbesitzer, die Kirche und ein Privatmann in Folge der Stürme kräftig fällen mussten, liefert der Wald am Parsberg jetzt eher ein trauriges Bild ab. Allerdings begrüßt Anita Ottman die Fällungen auch aus forstwirtschaftlicher Sicht: „Jetzt kann hier endlich ein schöner Mischwald gepflanzt werden.“ Die Naturfreunde hätten dies schon in die Wege geleitet und würden im Frühling damit beginnen.

Unklar sei nur noch, ob die Neupflanzung eingezäunt wird oder nicht. Wie alle Waldbesitzer erhalten sie dafür eine staatliche Förderung. In der Regel wird es dann bis zu 15 Jahre dauern, bis die Flächen wieder nach einem Wald ausschauen. Am schnellsten geht es bei den Ahornbäumen, die schon nach zehn Jahren eine stattliche Höhe erreichen würden. Länger dauert es dann bei den ebenfalls geplanten Buchen und Douglasien.

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