Stellwerksstörung: Verzögerungen und Teilausfälle auf der Stammstrecke

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Parteien verzichten auf Berufung

Sieber-Urteil ist rechtskräftig

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Die strafrechtliche Aufarbeitung des Falles Sieber ist abgeschlossen. 

Geretsried - Ob und in welchem Maß sich Ex-Sieber-Chef Dietmar Schach strafbar gemacht hat, wird vor dem Landgericht München II nicht verhandelt werden. Denn: Sowohl Schach als auch die Staatsanwaltschaft haben auf eine Berufung verzichtet. 

Geretsried – Die strafrechtliche Aufarbeitung des Falles Sieber ist abgeschlossen. Sowohl die Verteidiger von Dietmar Schach, Ex-Eigentümer der Geretsrieder Großmetzgerei, als auch die Staatsanwaltschaft München II haben keine Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Wolfratshausen vom April dieses Jahres eingelegt. Das Urteil über 900 Euro (60 Tagessätze à 15 Euro) bleibt bestehen.

Wie Andreas Meisterernst, Verteidiger von Dietmar Schach, auf Nachfrage mitteilt, war es eigentlich das Anliegen des Stockdorfer Unternehmers, um seine Unschuld zu kämpfen. Aus diesem Grund hatte Schach den Strafbefehl wegen Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetz über 150 Tagessätze à 15 Euro nicht akzeptiert, so dass es zu einer öffentlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht kam.

Das Amtsgericht verurteilte Schach zu 900 Euro Geldstrafe

Hier erzielte Schach insofern einen Teilerfolg, als er lediglich wegen fahrlässigen, nicht aber wegen vorsätzlichen Inverkehrbringens gesundheitsgefährdender Lebensmittel verurteilt wurde. Auch die Zahl der Tagessätze wurde mehr als halbiert. Aber, so Meisterernst: „Der Gang in die nächsthöhere Instanz hätte noch einmal sehr viel Geld gekostet.“ Davon habe Schach, der nach Worten seines Anwalts „finanziell ausgeblutet“ ist, schlussendlich Abstand genommen. Vor Gericht war davon die Rede, dass der Unternehmer Schulden in Höhe von drei Millionen Euro hat. Mittlerweile hat sich der Ex-Sieber-Chef beruflich neu orientiert. „Aber nicht mehr in der Lebensmittelbranche, das ist vorbei“, so Meisterernst.

Auch die Staatsanwaltschaft München II hat auf eine Berufung verzichtet. „Die Voraussetzungen gemäß Richtlinien für das Strafverfahren waren nicht gegeben“, so Sprecherin Andrea Mayer.

Gegen Sieber war am 23. Mai 2016 ein Vertriebsverbot verhängt worden, nachdem auf Produkten der Großmetzgerei Listerien gefunden worden waren. Wenige Wochen später war das Unternehmen pleite. Auf das Gelände zieht wie berichtet nun die Firma Franco Fresco, Hersteller der Tiefkühlpizza Gustavo Gusto.

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