Alarm per WhatsApp

Panne bei Großbrand: Sirene versagt - Feuerwehr zeigt sich kreativ

Großeinsatz am 23. Mai: Trotz WhatsApp-Alarm konnte die Feuerwehr das Wohnhaus nicht retten. ArchivFoto: weber

Unterschweinbach - Beim Großbrand in Unterschweinbach kam es in der vergangenen Woche zu einer peinlichen Panne: Die Sirene versagte. Dass die lokale Wehr dennoch rechtzeitig vor Ort war, hat sie ihrem zweiten Kommandanten Stephan Traichel zu verdanken – und dessen Smartphone.

Traichel schickte die Alarmierung der Integrierten Leitstelle (ILS) Fürstenfeldbruck sofort per WhatsApp an seine Kameraden weiter. „Alle Wehren waren wenige Minuten nach der Meldung vor Ort“, bestätigt Thomas Wieser, der Feuerwehr-Referent der Gemeinde. Er nahm mit der Egenhofener Wehr selbst an dem Einsatz teil.

Zu retten war an dem Einfamilienhaus nichts mehr. Es brannte völlig ab. Doch der Ausfall der Sirene sorgte auf der jüngsten Gemeinderatssitzung für einige Diskussionen. Zumal es eine Panne mit Ansage war: Die Sirene hatte schon Anfang Mai den Dienst bei einem Probealarm verweigert. „Wir haben damals sofort eine Fachfirma beauftragt, der Sache nachzugehen“, berichtete Egenhofens Amtsleiter Robert Köll den Ortsvertretern.

Der Defekt, so Köll, wäre wohl zurückzuführen auf die unzureichende Funkverbindung zwischen der Leitstelle und dem Empfangsgerät in Unterschweinbach, das im Keller eines ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes installiert ist. Die Hausbesitzer wären mittlerweile einverstanden, eine zusätzliche Antenne anzubringen, so der Amtsleiter weiter.

Gemeinderat Johann Kapellmeir brachte ein weiteres Problem zur Sprache. Details und mögliche Lösungsvorschläge lesen Sie hier auf Merkur.de.

Horst Kramer 

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