Sitzblockade: Startbahngegner bremsen Trachtenumzug aus

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Ungewohntes Bild beim Trachtenumzug am Sonntag in München: Rund 30 Startbahngegner setzen sich auf die Straße und blockieren damit Trachtler, Kapellen und Fuhrwerke auf dem Weg zur Wiesn.

München/Landkreis - 30 Startbahngegner aus Attaching, Freising und Fahrenzhausen haben am Sonntag für knapp eine Viertelstunde den Trachtenumzug beim Münchner Oktoberfest mit einer Sitzblockade zum Stoppen gebracht.

Zwei Banner hielt die Gruppe, die sich als die „neuen Brauchtumspfleger“ sieht, unweit des Odeonsplatzes in die Höhe. „3. Startbahn zerstört unsere Heimat Attaching“ stand da zu lesen.

Die Polizei habe besonnen reagiert, schilderte Attachings BI-Chef Franz Spitzenberger die Situation. Man habe sogar ein paar Minuten mehr als ursprünglich vereinbart bekommen, in denen Fuhrwerke und Fußgruppen stehen bleiben mussten. Von der Absicht, die Kutsche mit Ministerpräsident Horst Seehofer und Münchens OB Christian Ude aufzuhalten, habe man allerdings noch in letzter Minute Abstand genommen. Zwar hätten einige Zugteilnehmer etwas unwirsch auf die Protestaktion reagiert, aber viele Beobachter und Zuschauer hätten auch das Zeichen Daumen hoch gemacht und Lob gespendet. Zugegebenermaßen habe man etwas Bauchgrimmen im Vorfeld der Sitzblockade gehabt, sagte Spitzenberger. Aber wenn es um die Zukunft der Heimat und die eigene Existenz gehe, dann „haben wir lieber eine Stunde vorher Bauchgrimmen als hinterher fünf Jahre, weil wir es nicht gemacht haben“.

(zz)

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