Frau aus Kreis Dachau ermordet

So wurde Arvid K. zum Killer

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Der Mörder von Ursula S., Arvid K. muss sich vor dem Landgericht verantworten.

München - Mit 14 Messerstichen in Hals und Gesicht wurde die Seniorin Urusla S. aus Erdweg im vergangenen Jahr getötet. Jetzt legte er seine Beweggründe vor Gericht dar.

Wegen Eveline H. (39, Name geändert) hat Arvid K. (27) die Rentnerin Ursula S. (76) getötet. Der Angeklagte weint. Ja, sagt die 39-Jährige, sie waren verlobt. Aber den Ring habe sie jetzt verloren. „Von meiner Seite her ist da nichts mehr. Weil ich nicht einsehe, was er gemacht hat.“

Eveline H. (l.) erklärte vor Gericht, wieso ihr Ex-Verlobter Arvid K. Anna Sondermaier (r.) ermordete.

Sie meint das Blutbad, das K. am 28. Oktober 2014 in Erdweg (Lkr. Dachau) angerichtet hat. Im Frühjahr 2014 lernten sich die beiden Junkies kennen, wurden ein Paar und lebten in K.s Wohncontainer in Erdweg. Als sie im dritten Monat schwanger war, kam sie ins Gefängnis – eine Ersatzfreiheitsstrafe, weil sie die Geldstrafe für einen Diebstahl nicht bezahlt hatte. Arvid K. machte sich Sorgen um sie und das Baby und wollte sie unbedingt auslösen. Dafür brauchte er 1350 Euro. Die hatte er nicht, seine Nachbarin Ursula S. schon. Als sie ihn an der Handtasche erwischte, so seine Version, drosselte er sie mit einem Kabel, schlug ihr ins Gesicht und stach ihr mit einem Küchenmesser 14-mal in Hals und Gesicht. Auch die Tochter (59) von Ursula S. war am Dienstag als Zeugin vor Gericht. Auf die Frage von Verteidiger Michael Pösl, ob sie für eine Entschuldigung von K. bereit wäre, entgegnet sie unter Tränen: „Was soll er sagen? Sie ist tot, keiner kann sie mir zurückbringen.“ Der Prozess dauert an.

Nina Gut

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